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Spark: Alternative zu Apple Mail?

01.12.2016 | 16:48 Uhr |

Der neue kostenlose E-Mail-Client Spark bietet Komfortfunktionen wie eine "Snooze"-Option und die automatische Verwaltung von Nachrichten.

Neben Apples vorinstalliertem E-Mail-Client Mail und Outlook gibt es eine Reihe schlanker Konkurrenten wie das neue kostenlose Spark . Wie bei vielen neueren  Apps gab es vor der Desktop-Version bereits eine erfolgreiche Mobilversion für iPhone und iPad. Der Vorteil: Nutzt man das Programm von Readdle auf iPhone und Mac, hat man auf beiden Geräten eine vertraute Nutzererfahrung, die Synchronisierung erfolgt per Cloud-Dienst. Auch auf dem Desktop macht das Programm einen guten Eindruck, wenn auch für einige Funktionen ein Touch-Pad nötig ist. Eine App für die Apple Watch ist im Angebot, Integration von Google Kalender und Apples Kalender sind möglich.

Die App versucht automatisch Newsletter, Benachrichtigungen und Privat-Mails zu unterscheiden.
Vergrößern Die App versucht automatisch Newsletter, Benachrichtigungen und Privat-Mails zu unterscheiden.

Die Oberfläche ist modern und übersichtlich, unterstützt werden unter anderem Google Mail, iCloud, Yahoo, Outlook und Exchange. Eine Besonderheit ist die Smart Inbox, hier gibt es die drei Kategorien: Persönlich, Benachrichtigungen und Newsletter.  Automatisch ordnet die Software die Nachrichten diesen Kategorien zu, was die Verwaltung großer E-Mail-Mengen vereinfacht.

In unserem ersten Test funktionierte dies ziemlich zuverlässig, nur bei der Unterscheidung zwischen „Notifications“ und „Personal“ sollte man sich nicht völlig auf das Programm verlassen. Durchdacht sind die Verwaltungsfunktionen, per Streich-Geste kann man eine  Nachricht archivieren, löschen und markieren. Gut gefällt uns vor allem eine Erinnerungsfunktion namens „Snooze“. Auf Wunsch erinnert das Programm bei Wahl dieser Option nach drei Stunden oder am nächsten Tag an eine E-Mail, wahlweise mit oder ohne Alarm. Schnellantworten in Form eines „Like“ sind möglich, eine Suchfunktion ist integriert. Interessant: Auf Wunsch wird man nur über wichtige E-Mails informiert, wohl uninteressante Mails wie Serien-Emails ignoriert die App bei Aktivierung dieser Option einfach.

Eine Einschränkungen betrifft die Größe der Dateianhänge. Bis zu 10 MB große Dateien kann man versenden, unterstützt werden dabei Uploads über Dropbox, Box, Google Drive, One Drive, Evernote und iCloud.

Die iOS-Version wurde vor einige Zeit wegen des Umgangs mit Anmeldedaten kritisiert, die Mac-Version ist davon aber nicht betroffen. Das Problem: Die iOS-Version verwaltet E-Mails über einen Server des Unternehmens, um Push-Nachrichten über neue E-Mails zu unterstützen. Datenschutzrechtlich ist dies natürlich keine ideale Lösung.

Insgesamt ist die App eine interessante Alternative, Profis werden aber fortgeschrittene Funktionen wie Regeln vermissen. Auch bei der Anzeige von HTML-Nachrichten stellten wir einige Fehler fest.

Verfügbar ist die App nur über den App Store, OS X 10.11 ist die Mindestsystemanforderung.

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