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Spaßbieter müssen nur bei Privatanbietern Vertragsstrafe zahlen

29.03.2006 | 13:37 Uhr |

Steigern Kunden bei Ebay nur zum Spaß mit, müssen sie unter Umständen hohe Strafen zahlen.

Bei vielen Anzeigen werde darauf hingewiesen, dass im Fall der späteren Nichtabnahme eine Vertragsstrafe drohe. Dies ist nach einem Urteil des Amtsgerichts Bremen rechtens, teilt die Rechtsanwaltskammer Oldenburg mit (Az.: 16 C 168/05).

Allerdings nutzt der Hinweis auf Vertragsstrafen nur Privatanbietern. Denn jeder Kauf bei einem Händler im Internet kann innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, erläutert die Rechtsanwaltskammer. Das heißt: Wer bei einem Shop mitsteigert und den Zuschlag bekommt, kann den Kauf sofort widerrufen - die Zusendung der Ware muss nicht abgewartet werden.

In dem Fall hatte ein Autokäufer die Übernahme des bei einem privaten Anbieter ersteigerten Fahrzeuges abgelehnt. Die Begründung: Der Bruder habe den Kauf mit falschem Namen und Passwort getätigt. Das Gericht verurteilte den Mann trotzdem zur Zahlung der 30-prozentigen Vertragsstrafe. Denn wer nicht auf sein Passwort achte, sei selbst Schuld und müsse sich das Handeln eines Dritten zurechnen lassen, so das Gericht.

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