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Speicher-Module verteuern sich weiter

28.07.2000 | 00:00 Uhr |

Die Preise für Speicher-Module werden weiter steigen. Ehedem mit Überkapazitäten belastete Hersteller kommen mittlerweile mit der Produktion nicht mehr nach.

Die Preise für RAM-bausteine werden weiterhin steigen. In einem Gespräch mit dem US-Nachrichtendienst Cnet hat Kipp Beddard, Vizepräsident von Micron, einem der weltweit führenden Herstellern von Speicherbausteinen, bekanntgegeben, seine Firma wolle 64-MegaBit-Chips nicht mehr unter acht Dollar pro Stück verkaufen. Damit würden Endkunden für einen 64-MegaByte DRAM-Baustein über 200 Mark bezahlen müssen. Der durchschnittliche Preis für einen 64-MegaBit-DRAM hatte südkoreanischen Quellen zufolge im März bei bei 5,93 US-Dollar gelegen und war im April auf 6,57 Dollar gestiegen. Engpässe bei der Produktion seien Ursache für dien Preisanstieg, ein Ende der Ressourcen-Knappheit sieht Micron in diesem Jahr nicht. Eine unerwartete Nachfrage nach Server-Systemen und Consumer-Produkten wie Handys, PDAs oder Einsteiger-Computern habe in jüngster Zeit jene Hersteller komplett ausgelastet, die zwischen 1995 und 1998 noch mit Überkapazitäten zu kämpfen hatten und daher Chips teilweise unterhalb der Herstellungskosten verkauften. Bedard sieht Anzeichen dafür, dass PC-Hersteller angesichts weiter steigender Preise versuchen, RAM-Bausteine zu horten. Dabei würden die meisten Firmen jedoch auf ein weiteres Problem stossen: Angesichts von Just-in-time-Produktion verfügen diesie in der Regel über geringe Lagerkapazitäten.
pm

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