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Spekulationen über iPhoto von Apple

21.08.2001 | 00:00 Uhr |

Verstärkt wolle Apple auch Termine außerhalb der Messen für Ankündigungen nutzen, so Jobs im Frühjahr. Nach der "ausserordentlichen" Premiere des iBook in Mai könnte es morgen wieder so weit sein.

Im Internet kursieren bereits wit April dieses Jahres verschiedene Gerüchte um eine neue Software von Apple, die iPhoto heißt. Nun verdichten sich die Hinweise auf eine solche Software, da Apple für den morgigen Tag zu einem Seminar in New York einlädt, für das der Hersteller eine Demonstration der Software ankündigt. Die Einladung für das kostenlose Seminar richtet sich an professionelle Fotografen, Layouter und Grafiker, die dort den Einsatz von iPhoto Studio Pro und der Software "Studio in a bag" gezeigt bekommen werden. Besonderes Augenmerk legt Apple dabei auf digitale Kameras, den Einsatz der Firewire-Schnittstelle und Colorsync. Auf der Einladung macht der Hersteller keine genaueren Angaben über die angekündigte Software. Die Demonstrationen bestreitet Apple jedoch in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Center for digital Imaging, und dem Händler Fotocare, der in seinem New Yorker Laden verschiedene professionelle Geräte für digitale und analoge Fotografie anbietet. Hier werden neben Power Macs auch digitale Kameras, Scanner, Drucker sowie analoge Kameras und Filme verkauft.

Studio in a bag könnte ein reines Hardware-Angebot sein, bei dem Apple in Zusammenarbeit mit Fotocare spezielle Bundles für Fotografen anbietet, da der Händler alle Geräte im Programm hat, ein Fotostudio auszurüsten, etwa digitale Kamerarückteile und Blitzanlagen.

Eine Software namens iPhoto gab es bereits 1997 von Ulead, das Bildbearbeitungsprogramm wurde zeitweise Desktopscannern beigelegt, inzwischen aber nicht mehr vertrieben. Das Einige Stimmen im Internet sprechen davon, dass es sich bei iPhoto um eine Low-End-Bildbearbeitung handeln könnte, vor allem, weil das "i" vor dem Namen als Kennzeichen für Consumer-Produkte gedacht war. Dagegen spricht allerdings, dass sich die Seminar-Einladung für morgen ausschließlich an professionelle Anwender richtet. Andere Kommentatoren vermuten eine Software zur Bildbearbeitung, die Apple in Konkurrenz zu Photoshop Elements von Adobe stellen will. Damit würde Apple allerdings gegen Adobe mobil machen, insbesondere weil Adobe noch kein Wort darüber verloren hat, wann die Anwender mit einer Mac-OS X-Version von Photoshop rechnen können. Zudem zählt Adobe zu den wichtigsten Partnern für Apple, und es ist wenig wahrscheinlich, dass der Mac-Hersteller sich diesen Ast absägen will.

Andererseits hat Steve Jobs in New York bereits gezeigt, dass ihm die Verbindung von digitalen Kameras zum Mac ein Anliegen ist, und die Bild-Übertragungssoftware "Image Capture" liegt Mac-OS X bei. Mit Quicktime verfügt der Hersteller zudem über wesentliche Punkte, um eine solche Software zumindest mitzuentwickeln. Und eine Software zur Bildbearbeitung fehlt in der i-Reihe noch. Zudem wäre auch eine Low-End-Bildbearbeitungssoftware für viele Anwender ein weiterer Anreiz, auf Mac-OS X umzusteigen. dc

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