Spiele auf dem iPhone
Game Center nutzen
Game Center soll Spieler auf dem iPhone und iPod Touch zusammenbringen. Wir zeigen, wie der Einstieg funktioniert und stellen die besten Games vor
Wer schon gegen menschliche Mitspieler in einem Videospiel angetreten ist, weiß, wie viel größer hier der Reiz ist, als wenn man sich immer nur mit computergesteuerten Gegnern duelliert. Multiplayer-Partien gab es auf iPhone und iPod Touch zwar schon, aber meistens nur, indem mehrere Spieler per Wi-Fi oder Bluetooth-Verbindung gegeneinander antraten. Nachteil: Nur selten finden sich mehrere Spieler an einem Ort, die auch noch die gleiche App besitzen und zur gleichen Zeit spielen möchten. Mit iOS 4.1 führt Apple das Spielernetzwerk Game Center ein, das es ermöglicht, gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten. Nicht nur in Echtzeit-Multiplayer-Duellen, die nur bei bestimmten Spielegattungen wie Autorennen oder Shootern sinnvoll sind, auch der Wettstreit um den höchsten Rang in den Bestenlisten soll motivieren. Zudem ist es möglich, Freunde, mit denen man sich messen möchte, in Listen zu speichern und alles bisher Erreichte zu vergleichen.
Was ist mit Solospielern?
Game Center ist nicht nur für leidenschaftliche Online-Spieler interessant. Wer gern allein zockt, kann in den Game-Center-Spielen sogenannte Erfolge freischalten. Die virtuellen Trophäen werden nach und nach an bestimmten Punkten im Spiel freigeschaltet, zum Beispiel wenn ein bestimmtes Level geschafft oder Bedingungen erfüllt wurden, und auch für Freunde im Game Center sichtbar. So kann sich jeder mit den virtuellen Trophäen schmücken. Spiele, die Game Center unterstützen, gewinnen durch die aktuellen Multiplayer-Modi einen neuen Reiz, und die freischaltbaren Erfolge sorgen für Langzeitmotivation.
Wenn man ein neues Game-Center-Profil anlegt, benötigt man ein iTunes-Konto und muss einige Angaben machen, zum Beispiel zum Wohnort.
Wer ins Game Center will, der muss die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Darin verpflichtet man sich unter anderem, den Dienst nicht zu manipulieren oder belästigende oder werbende Inhalte einzustellen. Es gelten Apples reguläre Datenschutzbestimmungen.
Für Game Center benötigt man einen Kurznamen. Hier legt man auch fest, ob man Einladungen zulässt und über seine Mailadresse gefunden wird.
Die Mailadresse muss man anschließend noch bestätigen.
Kurz nach der Veröffentlichung von iOS 4.1 erscheinen zahlreiche Updates von Spielen, die das System integrieren.
Für jedes Spiel gibt es "Erfolge", die man in Game Center nachschlagen kann.
Die Profilübersicht zeigt die Anzahl der Game-Center-Spiele.
Wenn man im Spiel einen Erfolg erreicht, springt ein Popup auf und weist darauf hin.
Manche Spiel haben noch eigene Listen der Erfolge integriert. Dies ist jedoch Sache des Anbieters.
Die Popups sehen jeweils unterschiedlich aus und werden von den Entwicklern selbst gepflegt. Es gibt keine Standardbenachrichtigung.
Die Spieleübersicht in der Game-Center-App zeigt die bereits gespielten Spiele mit Game-Center-Integration, zu denen es bereits SPielstände oder Erfolge gibt. Dazu sieht man seinen Ranglistenplatz.
Bewährtes Prinzip
Die Idee hinter Game Center ist nicht neu, übernimmt vielmehr ein Erfolgsrezept: Spielernetzwerke mit Online-Duellen, freischaltbaren Erfolgen und Spielerprofilen, die Freundschaften knüpfen, gab es erstmals, als Microsoft seinen Service Xbox live für die gleichnamige Spielkonsole einführte. Der erfolgreiche Service setzte Maßstäbe, auch wenn vielen die damit verbundenen Monatsgebühren weniger gefielen. Konkurrent Sony zog nach und startete mit Playstation Network ein ähnliches Angebot, jedoch kostenlos für alle Teilnehmenden. Apple hat die Grundprinzipien aus den Vorbildern kopiert.
Bei einigen Spielen auf dem iPhone gab es schon die Unterstützung von "Social Gaming"-Plattformen wie Open Feint, die ähnliche Funktionen anboten und heute immer noch interessant sind, da sie zum Beispiel auch mit Facebook verknüpft sind. Dennoch ist Game Center neu. Der Service verspricht eine Chance, den Weg für eine riesige Online-Spielergemeinde auf einer einheitlichen, weit verbreiteten mobilen Plattform zu ebnen. Das Problem an Open Feint und ähnlichen Angeboten war, dass es gleich eine Handvoll solcher Netzwerke gab. So gab es keinen zentralen Anlaufpunkt für alle Spieler und Spiele auf dem iPhone. Ein zentrales Netz erhöht die Chancen, immer Mitspieler zu finden und sich über mehrere Spiele hinweg messen zu können.
Wer kann mitmachen?
Nicht kompatibel sind laut Apple der iPod Touch der ersten Generation, das erste iPhone und iPhone 3G. Besitzer eines der Nachfolger brauchen lediglich einen iTunes Account oder eine Apple-ID, um mit Game Center loslegen zu können.
Wie sieht es mit Spielen aus?
Schon kurz nach dem Start finden sich über 60 kompatible Spiele im App Store. Da viele noch daran arbeiten, Game Center in ihre Spiele einzubauen, werden es täglich mehr. Trotz einheitlicher Plattform gibt es große Unterschiede, wie die Spiele Game Center nutzen. Manche werten sich mit Echtzeit-Duellen enorm auf, bieten Erfolge und Leaderboards - bei anderen wurde Game Center eher halbherzig nachgeschoben. Wir zeigen, welche Funktionen einige Top-Titel jetzt schon nutzen.
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