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Spieleentwickler zur Windows-Plattform auf Intel-Macs

07.04.2006 | 11:22 Uhr |

Nach dem völlig unerwarteten Coup von Apple, mittels der Software "Boot Camp" (Beta) die Installation von Windows XP mit eigener Partition auf Intel-Macs zu ermöglichen, stellt sich die Frage, wie es für spezifisch angepasste Mac-Spiele in der Zukunft weitergeht.

Dazu befragte das US-Mac-Spieleportal Inside Mac Games bekannte Mitarbeiter von Mac-Spieleentwicklern und -publishern. Insgesamt spürt man aus deren Worten eine Tendenz zur Verunsicherung, wie die Zukunft für die eigene Tätigkeit aussehe. Allerdings hoffen viele auch, dass mit einer möglichen Verbreiterung der Mac-Plattform das Interesse an Mac-Spielen weiter wächst. Peter Tamte von Destineer/MacSoft sieht sogar den Anteil an Mac-Spielern "explodieren". Man werde auf jeden Fall weiterhin Spiele für Mac-OS X entwickeln und konvertieren. Glenda Adams von Aspyr Media ist deutlich pessimistischer. Sie hofft, dass nicht allzu viele Mac-Besitzer künftig ihre glänzenden neuen Intel-Apple-Rechner in "tumbe Windows-Maschinen" verwandeln würden. Andere Interview-Partner äußern sich ähnlich ambivalent, mancher wie Brad Oliver von Aspyr Media fürchtet sogar offen um seinen Job. Für seine Firma allerdings sieht er nicht so schwarz - man könne auch gut wie bisher schon weiterhin für Windows und Konsolen entwickeln. Andrew Welch (Ambrosia Software) dagegen glaubt, dass Mac-Besitzer keine Freude daran haben werden, ständig hin und her zu booten und lieber native Mac-Spiele bevorzugen. Ferner befragte Macinplay.de Volker Ritzhaupt, den Geschäftsführer von Application Systems Heidelberg respektive ASH-Games. In Heidelberg wolle man den Markt vorsichtig weiter beobachten. Im Moment gehe es vor allem darum, für die installierte Mac-Plattform Patches sowie Universal Binary anzubieten.

Info: Inside Mac Games

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