1037293

Onlinespiele: Branche diskutiert über Trends in Leipzig

09.07.2010 | 07:35 Uhr |

Die deutsche Onlinespiele-Branche drängt auf internationale Zukunftsmärkte und stellt sich zugleich auf harte Konkurrenz im Inland ein.

world of warcraft
Vergrößern world of warcraft

Ein riesiger Markt sei China ebenso wie der arabische Raum, sagte der Chef der Europa-Niederlassung des Onlinespiele-Netzwerkes CPMstar, Marian Härtel, am Donnerstag bei der Fachmesse Games Convention Online GCO in Leipzig. Zugleich kämen China, Südamerika und Russland "mit sehr viel Macht und sehr viel Geld" auf den europäischen Markt.

Fünf Wochen vor der Spielemesse Gamescom in Köln ist Leipzig Treffpunkt der Onlinespiele-Sparte . Branchenvertreter aus 20 Ländern diskutieren bis Samstag die Trends und nutzen die Fachmesse, um Geschäftsbeziehungen anzubahnen. Vorgestellt wird etwa eine Studie, die analysiert: Wie ist er eigentlich, der Online-Gamer?

Seitdem der Branchenverband BIU die große Spielemesse von Leipzig nach Köln verlagert hat, versucht die Leipziger Messe, mit dem Segment Onlinespiele am Ball zu bleiben. Allerdings mit eher mäßigem Erfolg: Kamen im Vorjahr noch 43.000 Besucher in die Ausstellungshallen, gibt es in diesem Jahr keinen Eventbereich, weil sich zu wenige Aussteller angemeldet haben. Es ist eine reine Fachbesucher-Messe. Das Rahmenprogramm, unter anderem mit den World Cyber Games für e-Sportler, wurde in den Freizeitpark Belantis bei Leipzig verlagert.

Messechef Martin Buhl-Wagner betonte, die Messe werde an der GCO festhalten. "Der Markt ist sehr jung und sehr dynamisch. Wir haben uns dazu bekannt, eine Branchen-Plattform zu entwickeln."

Im vorigen Jahr fuhr die Onlinespiele-Branche nach Angaben der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Europa einen Umsatz von 16,8 Milliarden Dollar ein. Für dieses Jahr wird ein Wachstum von 13,9 Prozent erwartet.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1037293