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Spielzeug von Steve

05.06.2003 | 13:47 Uhr |

Kurz vor der weltweiten Entwicklerkonferenz in San Francisco überschlagen sich die Gerüchteküchen mit ihren Prognosen. Was soll Apple tun? Wir haben die Lösung.

Sie kriegen es einfach nicht hin: Seit Jahren, Jahrzehnten, arbeiten Divisionen von Entwicklern in den geheimsten Sicherheitslabors von Apple an einem PDA, einem tragbaren Organizer, einem Newton-Nachfolger, und sie kommen einfach nicht aus den Schuhen damit. Dass wir überhaupt etwas von diesem geheimsten aller Projekte wissen, verdanken wir nicht Apple, sondern den einschlägigen Internet-Gerüchteküchen, die einfach vom Apple-PDA nicht lassen wollen. Und sie werden so lange weiter drüber berichten, bis es Steve Jobs reicht und Apple tatsächlich ein PDA herausbringt. Denn die ewig kursierenden Gerüchte über die neuesten Entwicklungen bei Apple spiegeln zwar nicht die Realität wider, um so mehr aber die Wünsche der treuesten Mac-Anwender.

Gerüchte schaffen eigene Realitäten

Die alte Forderung: "Apple, höre auf deine Anwender" kann man so getrost vergessen, inzwischen muss sie lauten: "Apple, höre auf deine Gerüchteküchen". Und das erstaunliche ist: Apple tut es tatsächlich. Der iPod wäre noch immer ein dröger MP3-Player, gäbe es nicht das PDA-Gerücht. Nur dadurch, dass der iPod vor seinem Erscheinen stets als PDA bezeichnet wurde, kann er inzwischen Kontakte und Termine verwalten. Ein anderes Beispiel gefällig? Auf Platz 2 der Gerüchtehitliste hielt sich lange der 17-Zoll-iMac - er kommt, er kommt nicht, er kommt. Nun haben wir den eMac mit 17-Zoll-Monitor und dürfen mal raten, wem wir den verdanken. Dass Apple gut beraten ist, wenn es auf die Gerüchteseiten hört, zeigen die Erfolge von iPod und eMac. Dass es ohne die Gerüchteseiten schwer wird zeigt ein anderes Beispiel: Nie hatten wir je ein Gerücht gelesen, Apple wolle ein eigenes Präsentationsprogramm heraus bringen. Apple hat es trotzdem gemacht, aber mal ehrlich: Können Sie, ohne länger im Gedächtnis zu kramen, den Namen des Programms nennen?

Das Gerücht als Erfolgsgarant

Während hinreichend bewiesen sein dürfte, dass das Gerücht für einen Produkterfolg unabdingbar und Apple inzwischen so weise ist, auf die einschlägigen Seiten im Internet zu hören, wenden wir uns der eigentlich spannenden Frage zu: Was bringt Apple als nächstes?
Mac-OS X Panther steht schon fest, ebenso neue High-End-Macs (siehe aktuelle Macwelt). Aber das ist natürlich noch nicht alles. In Wirklichkeit wollen die Anwender nämlich kleine, schicke Sachen. Was zum Mitnehmen und Rumzeigen. Ein PDA zum Beispiel. Oder ein Telefon (Das Smart Phone mit Apple-Logo ist auch eines der hartnäckigeren Gerüchte, was bedeutet, dass Apple entweder dem nächsten iPod ein Telefonmodul einpflanzen oder halt endlich so ein Teil von einem Dritthersteller in Lizenz bauen lassen muss). Oder eine Web-Cam. Nachdem die nächste Version von iChat Videokonferenzen unterstützen soll, brauchen wir eine passende Kamera mit Apple-Logo. Klar gibt es schon unzählige Kameras, die samt und sonders am Mac laufen, aber keine mit einem Apfel drauf. Dass Apple demnächst einen Tablet-Mac bringen wird, steht auch schon seit rund einem Jahr fest - da ist halt wie beim PDA das Problem mit dem Aus-den-Schuhen-kommen.
Und da ist noch der Cube: Der kleine Mac ohne alles, den es schon mal gab, und den viele in aktualisierter Form wieder haben wollen.

Rat an Apple

Wie schon erwähnt, die Gerüchte spiegeln die Wünsche der Mac-Gemeinde wider, und Steve Jobs hat hier ein Problem. Er müsste alles und jedes mit einem Apple-Logo bekleben, wollte er es allen recht machen. Doch vielleicht geht es auch anders: Apple entwickelt ganz im Geheimen eine Killer-3D-Animationssoftware. i3D (sprich: ei-three-die) Pro könnte Steve gleich bei Pixar einsetzen, und mit i3D Express kann sich dann jeder seine Wünsche selbst zusammenrendern.

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