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Entwickler entschlüsseln Siri

16.11.2011 | 11:45 Uhr |

Französische Entwickler haben herausgefunden, wie sich Siri mit Apples Servern unterhält und welche Daten dabei übertragen werden. Damit wäre der Weg frei, den Sprachassistenten auch auf andere Geräte zu bringen - wäre da nicht ein gewaltiger Haken.

Der französische App-Entwickler Applidium will das Protokoll entschlüsselt haben, mit dem der Spracherkennungsassistent des iPhone 4S Siri mit den hinter dem Service liegenden Servern in Apples Rechenzentrum kommuniziert. Dabei täuschte Applidium einem iPhone 4S einen HTTPS-Server mit einem SSL-Zertifikat vor, was eine Sicherheitslücke vermuten lässt. Laut Applidium schickt das iPhone 4S komprimierte Sprachdateien an den Server zur weiteren Analyse. Jedes Soundschnippsel enthält dabei einen Zeitstempel und einen Wert, der einschätzt, wie gut das Telefon den Nutzer verstanden hat.

Laut Applidium sei es mit diesen Erkenntnissen jedem Dritthersteller möglich, Apples Technologie für ein Siri-Pendant auf anderen Geräten zu nutzen. Die Möglichkeit bleibt indes theoretisch, eine Siri-Kopie müsste dem Apple-Server die UDID eines iPhone 4S vorgaukeln, anderen Geräten würden die Server nicht antworten.

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