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Staatsanwälte sollen sich mit Passport beschäftigen

31.01.2002 | 00:00 Uhr |

München/Macwelt - Die Datenschützer des Electronic Privacy Information Center (EPIC) haben in einem offenen Brief an die Generalstaatsanwälte aller US-Bundesstaaten gefordert, gegen Microsofts Passport-Dienst vorzugehen. Der Softwareriese hat dank der Verknüpfung mit dem E-Mail-Service Hotmail, Windows XP und der Unterstützung der größten Retailer bislang 200 Millionen Accounts gesammelt, die ihre Besitzer auf bestimmten Webseiten im Internet ausweisen sollen. EPIC ist jedoch der Ansicht, dass die mit Passport zusammenhängenden Dienste wie "Wallets", "Kids Passport" und "Hailstorm" jedoch in unfairer und trügerischer Weise persönliche Daten sammeln würden. Um Microsoft daran zu hindern, weiterhin missbräulich persönliche Daten zu sammeln, sei ein staatliches Vorgehen zum Verbraucherschutz unerlässlich. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Microsoft verscuht, die daten zu schützen, sei die Gefahr eines Missbrauchs wie das Erstellen persönlicher Profile von Internetnutzern groß.
EPIC ist ein privates Forschungscenter, das sich mit dem Schutz der Privatsphäre im Internet beschäftigt. Im Vorstand sitzt unter anderem Whitfield Diffie, der zusammen mit Martin Hellman in den siebziger Jahren das Prinzip der Public-Key-Kryptographie formulierte. pm

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