937221

Staatsanwaltschaft will Telekommanager nicht anklagen

02.06.2005 | 13:09 Uhr |

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat nach jahrelangen Ermittlungen zur möglichen Falschbewertung von Immobilien keine Anklage gegen Verantwortliche der Deutschen Telekom erhoben.

Telekom-Vorstandsbezüge nahezu verdoppelt
Vergrößern Telekom-Vorstandsbezüge nahezu verdoppelt

Die Ermittlungen seien vorläufig eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Bonn am Donnerstag mit. Dennoch halten Anleger an ihrem Schadensersatzprozess fest. «Ich bin fest überzeugt, dass das Frankfurter Landgericht eigenständig entscheiden wird», sagte Peter Gundermann von der Kanzlei Tilp am Donnerstag der dpa.

Vor dem Frankfurter Gericht klagen etwa 15 000 Anleger wegen ihrer Kursverluste nach dem Kauf von Telekom-Aktien. In einem Pilotprozess verhandelt das Gericht seit November 2004 über zehn Fälle. Die nächste Verhandlung ist für den 25. Oktober anberaumt.

Gundermann sagte, nach seiner Auffassung hätten die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bonn keine Auswirkungen auf den Zivilprozess. «Wir haben genügend Unterlagen vorgelegt.» Allerdings habe seine Kanzlei Akteneinsicht in die Bonner Ermittlungen erbeten und werde diese in Kürze auch erhalten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
937221