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Stabwechsel in Apples Führungsriege

04.03.2014 | 16:55 Uhr |

Seit über 10 Jahren wacht CFO Peter Oppenheimer über die Apple-Zahlen. Jetzt zieht er sich zurück und überlässt ab September Luca Maestri den Job.

Seit 1996 ist Peter Oppenheimer bei Apple, seit 2004 in der Position als Chief Financial Officer (CFO) die Nummer 2 im Führungsteam. Und wie Peter Müller es in seinem Porträt in unserem Sonderheft zum 30. Mac-Geburtstag so schön schreibt: "Peter Oppenheimer ist bei Apple der Mann der Zahlen und hat nur vier Auftritte pro Jahr. Diese haben es aber in sich." Gemeint sind damit die Telefonkonferenzen zur Bekanntgabe der jeweiligen Quartalszahlen, in der letzten wurde er übrigens schon von Maestri und Cook unterstützt. Das Statement, in dem Apple heute den Rücktritt von Oppenheimer und die Übergabe an Maestri verkündete, nutzte Tim Cook für ein paar bemerkenswerte Zahlen: In Oppenheimers Amtszeit wuchs der jährliche Umsatz bei Apple von 8 Milliarden US-Dollar auf 171 Milliarden.

Neben seiner Bereitschaft, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und seinen Fähigkeiten als CFO, mit denen Oppenheimer einen Maßstab für andere CFOs gesetzt habe, würdigt Cook Oppenheimer auch als "lieben Freund, auf den ich immer zählen konnte". Oppenheimer übergibt seine Aufgaben in den nächsten Monaten sukzessive an Maestri, um sich dann im September ganz aus dem Unternehmen zurückzuziehen und seiner Familie widmen zu können. Ganz so privat wird sein Leben aber nicht sein, immerhin wurde Oppenheimer in dieser Woche in den Aufsichtsrat bei Goldman Sachs berufen.

Peter Oppenheimer tritt als Finanzvorstand bei Apple zurück.
Vergrößern Peter Oppenheimer tritt als Finanzvorstand bei Apple zurück.
© Apple

Von Oppenheimers Nachfolger hat man noch nicht viel gehört. Seit März letzten Jahres ist er bei Apple und bekleidet die Positionen Principal Accounting Officer, Vice President und Corporate Controller. Davor war er zwei Jahre CFO und Executive Vice President bei Xerox. Frühere Stationen seiner beruflichen Laufbahn sind Nokia und General Motors. Bei General Motors verdiente er sich unter anderem große Meriten in der Allianz mit Fiat. Bei seinem Wechsel zu Apple nannte Ben Reitzes, Analyst bei Barclays Capital, Maestri einen "Champion in Sachen Aktienrendite" und prognostizierte, dass Apple sich künftig stärker auf dieses Thema fokussieren könnte. Apple zitiert als Stärke Maestris seine große Finanz-Expertise aus 25 Jahren Erfahrung und seinen enormen internationalen Background. So arbeitete Maestri während seiner Zeit beim Joint Venture Nokia Siemens auch in München.

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