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Steckdosennetz

13.01.2005 | 16:47 Uhr |

Anfang der 90er galt die Idee, Rechner und Peripherie über die Stromleitung zu vernetzen als der große Coup. Nach dem Flopp diverser Testreihen wurde die Idee ad acta gelegt, um vor einiger Zeit als Alternative für das eigene Heimnetz fröhliche Urstände zu feiern.

Bei seinem Test im Sommer vergangenen Jahres war die Redaktion hell begeistert: Ein von Netgear neu auf den Markt gebrachter Adapter erlaubte es mühelos, das Eigenheim des Redakteurs vom Keller bis ins Obergeschoss in einem Netz aus der Steckdose zu erschließen. Einfache Installation und gute Transferraten rundeten den guten Eindruck der Powerline-Technologie ab.

Dies scheint auch einigen Großen der IT-Branche nicht verborgen geblieben zu sein, und so haben Panasonic, Mitsubishi und Sony Anfang Januar eine Allianz gegründet, in der sie Standards für die Heimvernetzung über das Stromnetz entwickeln und möglichst viele weitere Hersteller für die Unterstützung dieser Standards gewinnen wollen. Die drei Gründungsmitglieder wollen auf die bisherigen Möglichkeiten der Powerline-Vernetzung aufsetzen, bei der Stromkabel zur Datenübertragung sowohl zum als auch vom Computer respektive Peripherie genutzt werden. Mit Verschlüsselung und Authentifizierung soll die Übertragung sicherer gemacht werden, verbindliche Gerätestandards sollen dem Anwender möglichst reibungsloses Plug-and-Play ermöglichen.

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