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Ballmer: "Traditionelle IT ist Auslaufmodell"

09.03.2011 | 09:00 Uhr

Für Microsoft CEO Steve Ballmer ersetzt die Cloud nicht nur das Backend, sondern sie stellt die ganze traditionelle IT in Frage. Vor allem Public Clouds werden stark wachsen, doch auch Private Clouds bleiben wichtig, erklärte Ballmer bei einem Besuch in der Schweiz.

Für Microsoft CEO Steve Ballmer ist die traditionelle IT ein Auslaufmodell. "Die Cloud ersetzt nicht nur das Backend, sondern ermöglicht auch Innovation am Frontend und den Applikationen", sagte Ballmer vor 800 IT-Entscheidern und Anwendern in Zürich. Unternehmen würden in Zukunft nicht mehr ihre Server selbst betreiben, sondern Rechenleistung aus der Cloud beziehen.

Auf das insbesondere hierzulande häufig vorgebrachte Argument gegen die Cloud - Unternehmen wollten oder dürften ihre Kundendaten nicht auslagern - entgegnete Ballmer, Microsoft prüfe zum Beispiel Kooperationen mit lokalen Providern. Mit einer "Windows Azure Private Version" ließen sich Szenarien realisieren, in denen die Cloud beispielsweise in der Schweiz betrieben und Daten gesetzeskonform innerhalb des Landes gelagert würden, so der Microsoft-Chef.

"Allerdings bietet die Public Cloud viel höhere Skalierungseffekte und erlaube damit auch attraktivere Preismodelle", relativierte Ballmer. Laut Ballmer werden Public Clouds auch stärker wachsen als Private Clouds, bei denen die Infrastruktur im Unternehmen bleibt. Private Clouds blieben aber wichtig, etwa für öffentliche Verwaltungen. Microsoft wolle den Kunden beide Varianten anbieten und auch lokale Partnerunternehmen mit einbeziehen.

In Zukunft spiele es dann keine Rolle mehr, mit welchem Gerät ein Dienst bezogen werde. "Apps werden bereits heute nicht mehr nur für ein bestimmtes Device, sondern in HTML für die Cloud geschrieben", sagte Ballmer. "Damit können sie auf allen Plattformen genutzt werden." Dieses sei das Liefermodell der Zukunft - sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld.

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