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Investorengruppe verlangt von Apple Nachfolgeregelung für Steve Jobs

07.02.2011 | 07:10 Uhr |

Jede Auszeit von Steve Jobs in den letzten drei Jahren hat unweigerlich eine Panik ausgelöst - sei es nun bei den Apple Fans oder Aktionären. Während Analysten Apples Zukunft uneingeschränkt rosig sehen, fordern Aktionäre jetzt aber mehr Einblicke in die Geschäftsführung

Steve Jobs Macworld Expo 2008
Vergrößern Steve Jobs Macworld Expo 2008

Nachdem Steve Jobs im Januar bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre unbegrenzten Krankheitsurlaub eingereicht hat, will eine einflussreiche Investorengruppe nun Druck auf Apple ausüben, um Jobs Nachfolge offiziell zu regeln. Jobs hatte im Januar 2011 wie auch während seinen Auszeiten in 2004 und 2009 die Geschäftsführung in die fähigen Hände von Tim Cook übertragen, aber der Geschäftswelt klagt über Apples Geheimhaltungsprinzipien, die bei solchen Gelegenheiten den Aktienmarkt empfindlich erschüttern, und bezeichnen ist diese Entscheidung als nicht weitgreifend und solide genug

Aktionäre, wie zum Beispiel der Central Laborer Pension Fund, fordern von Apple , dass alle Direktoren von Apple künftig jedes Jahr eine klare Nachfolgeregelung veröffentlichen sollen. ISS, Interessenverband der US-Aktionäre, unterstützt diese Forderung und stellt klar, dass jede Firma Nachfolgepläne veröffentlichen soll und diese Berichte das Vertrauen der Aktienbesitzer in die Geschäftsführung stärken wird. Laut einer Pressemitteilung von ISS wird die Arbeiter-Gewerkschaft diesen Plan auf dem nächsten Apple-Aktionärstreffen am 23. Februar zur Abstimmung vorlegen.

Apple hat auf Nachfrage nicht direkt geantwortet, aber seinen Anteilseignern empfohlen, gegen diesen Plan zu stimmen . Als Erklärung lieferte Apple, dass die Firma intern eine Nachfolgeregelung etabliert hat, aber eine öffentliche Diskussion über die Führungsspitze nur schadet und sowohl Positionen als auch Neueinstellungen gefährden wird.

Tim Cook hat in Abwesenheit von Steve Jobs die Firma überzeugend angeführt und auch ohne den charismatischen Leiter neue Produkte vorgestellt. Der Analyst Richard Shim von Display Search zweifelt nicht im Geringsten daran, dass Apple auch ohne Steve Jobs eine große Zukunft vor sich hat. Nicht zuletzt zählen zu Apples Kern-Team der Marketing-Direktor Phil Shiller , der Finanzchef Peter Oppenheimer , der Chef-Designer Jonathan Ive , Vize-Präsident und Vertriebs-Direktor Ron Johnson , der Hardware-Chef Bob Mansfield und der Vizepräsident für Software-Engineering Bertrand Serlet . "Die Firma verfügt über jede Menge talentierte Mitarbeiter. Das einzige Problem ist, dass alle direkt Steve Jobs unterstehen und der nicht umsonst zum einflussreichsten CEO des Jahrzehnts gewählt wurde.", berichtete Shim im Interview mit CNET.

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