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UPD: Steve-Jobs-Denkmal nach Cook-Outing abmontiert

12.12.2015 | 15:28 Uhr |

Erst letzte Woche hat sich Tim Cook in einem offenen Brief zu seiner Homosexualität bekannt, dieses Geständnis fand meistens nur positive Reaktionen, doch nicht überall.

Update ein Jahr später: Es gibt wohl keine Hoffnung mehr, dass das Denkmal je auf seinen Platz zurückkehrt.

Update 03.12.2014 13:30 Wir haben nun eine Antwort von der Pressestelle der Universtiät erhalten. Auf unsere Frage "Wann wird das zur Zeit restaurierte Steve-Jobs-Denkmal wieder auf dem Uni-Gelände aufgestellt?" hat Herr Itin in einer Mail an die Macwelt-Redaktion geantwortet: "Wenn das Denkmal fertig restauriert ist. Sehen Sie dazu ein Kommentar des Uni-Präsidenten vom 4. November".

Update 06.11.2014 09:30: Mittlerweile hat die Presse-Stelle des West-Europäischen Wirtschaftsverbandes ihre Sichtweise auf die Demontages des Denkmals gegenüber der russischen Medien bestätigt und die Meldung der Uni dementiert: Das Steve-Jobs-Denkmal wird höchtswahrscheinlich nicht an seine Stelle zurückkehren, die endgültige Entscheidung über das mannshohe iPhone wird aber erst am 1. Dezember getroffen. Bis dahin schlägt der Verband vor, über die Geschicke des Denkmals im Internet abzustimmen .

Die Leitung von Vkontakte - dem russischen Facebook - hat dem Wirtschaftsverband eine alternative Lösung vorgeschlagen. Der stellvertretende Geschäftsführer von Vkontakte Dmitrij Sergeev erklärt sich in einem offenen Brief bereit, die Reparaturkosten und den Organisationsaufwand für die neue Stelle für das Denkmal zu übernehmen.

Update 04.11.2014 13:30 : Kurz nach den zahlreichen Berichten hat die Presse-Stelle der Universität gestern Abend die endgültige Demontage dementiert . Das Denkmal sei nur für eine Bildschirm-Reparatur entfernt worden und würde in der Zukunft wieder an seinen Platz im Vorhof der Uni platziert. Wir haben den West-Europäischen Wirtschaftsverband um eine Stellungsnahme zu den widersprüchlichen Berichten rund um das Denkmal gebeten. Über eine Antwort werden wir selbstverständlich berichten.

In Sankt Petersburg fand man wohl kein Gefallen am öffentlichen Outing des Apple-Chefs , daraufhin wurde das Steve-Jobs-Denkmal im Vorhof der Technischen Universität zu Sankt Petersburg abmontiert. 

Maxim Dowgopolow, Vorsitzender des West-Europäischen Wirtschaftsverbandes, hatte 2012 die Idee mit dem Denkmal vorangetrieben. Zu der Demontage sagt er: " Ich rufe alle auf, nicht nur auf iPhones zu verzichten, sondern auf alle Geräte, die die Nutzerdaten an die US-Amerikanischen Sicherheitsdienste ausliefern ". Die Pressestelle des Wirtschaftverbandes weist zudem darauf hin, dass "Homosexualitätspropaganda" gegenüber Minderjährigen in Russland verboten sei, Tim Cook als Apple-Chef würde durch sein öffentliches Outing diese Propaganda betreiben.

Das Denkmal wurde erst letztes Jahr errichtet und hatte die Form eines mannshohen iPhones. Die Uni ließ 2012 extra das Projekt ausschreiben, in der offiziellen Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung lobte die Uni-Leitung noch die Rolle von Steve Jobs als einen Wegbereiter, der die IT erst massentauglich gemacht hat.

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