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Steve-Jobs-Email beweist keine Schuld von Apple

16.05.2013 | 10:45 Uhr |

Noch vor einem Jahr standen vor Gericht die größten Buch-Häuser in den USA zusammen mit Apple vor Gericht. Mittlerweile haben sich die meisten mit dem Justizministerium geeinigt. Apple muss sich alleine gegen die Beschuldigungen wehren.

Nach wie vor lautet die Interpretation von DoJ, Apple habe mit den Herausgebern heimlich die Preise für die E-Books abgesprochen. AllThingD hat nach der gestrigen Sitzung den kompletten Text eines Mail-Wechsels zwischen Steve Jobs und James Murdoch, dem Inhaber von HarperCollins, veröffentlicht. Wählt man daraus nur ein Zitat: "Schließt euch Apple zu und wir versuchen, einen E-Book-Markt für das Mainstream-Publikum mit der Preisspanne von 12,99$ bis 14,99$ zu etablieren", kann man daraus auf die Preisabsprachen schließen. Liest man aber den kompletten Text, wird das Zitat deutlich abgeschwächt.

Die Option von 13 US-Dollar stellt Jobs als nur eine der möglichen Alternativen vor und gibt zu, dass man auch damit scheitern könnte. Den vollständigen Text kann man unter diesem Link ansehen . Als eine mögliche Option für den Publischer sieht Jobs auch Amazon, das damals mit den Preisen von 10$ wahrscheinlich der günstigste Anbieter war. Auf die langfristige Sicht aber könnte Amazon auch die 30 Prozent des Preises für sich behalten. Diese Vorhersage hat sich bereits bewahrheitet: Im Kindle Store bekommt der Autor oder Verleger 70 Prozent des Preises. Jobs schildert auch die möglichen Konsequenzen, wenn man die digitalen Bücher-Inhalte überhaupt nicht zum Verkauf anbietet - einzige mögliche Folge wäre illegales Kopieren.

Noch gestern hat sich der Pressesprecher von Apple , Tom Neumayr, zu der Sache geäußert: Der E-Book-Markt floriere nach der Einführung von iBookstore zusammen mit dem iPad im Januar 2010.

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