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Fortune-Journalist erinnert sich an Steve Jobs: Spontane Skizze für AOL-Rettung

26.10.2011 | 07:19 Uhr |

Das US-Magazin Fortune widmet seine aktuelle Ausgabe wenig überraschend dem verstorbenen Steve Jobs, der auch schon zu Lebzeiten mehrmals auf dem Titel des renommierten Magazins prangte

In der Titelgeschichte erinnert sich der Fortune-Autor Brent Schlender an die 25 Jahre, in denen er Steve Jobs journalistisch begleitete und Eindrücke aus nächster Nähe sammelte. Besonders interessante Fotografien sind ihm dabei gelungen, als er Jobs näher kam als die meisten Kollegen. So druckt Fortune etwa Aufnahmen von Steve Jobs im Backstage-Bereich unmittelbar vor einer Keynote oder bei der Abnahme der seinerzeit neuen Systemfunktion von Mac-OS X, des Dock.

Schlender, der Jobs mehrmals als CEO von Pixar und Apple portraitierte, erinnert sich auch an mehrere persönliche Begebenheiten. So soll ihn Jobs nach Erscheinen der Schlagzeile über das Apple des Jahres 2000 " Ergrauender Prinz eines schrumpfenden Königreiches " angerufen und ihm versichert haben, die Headline habe ihm ein Lachen beschert.

Im Jahr 2003 soll Jobs Schlender und dem heutigen Chefredakteur des Time Magazines John Huey aus dem Stegreif innerhalb von einer Viertelstunde erklärt haben, warum AOL das gemeinsame Unternehmen AOL Time Warner ausbremse und wie AOL nach einer Trennung sich zu einem Medienunternehmen wandeln könne. Der Jobs-Skizze habe AOL später im Grundzügen auch gefolgt - beziehungsweise ähnliche Ideen in längeren Prozessen entwickelt, denn laut Schlender betonte Jobs, er wäre an der AOL-Rettung "nicht interessiert".

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