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Steve Jobs: Produkte einer Karriere

25.08.2011 | 16:34 Uhr |

Seit der Gründung von Apple im Jahre 1976 hat Steve Jobs viele Hardware-Innovationen angestoßen oder begleitet. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Stationen seiner Karriere

Steve Jobs im Jahre 1999 bei der Vorstellung des ersten iBook in New York
Vergrößern Steve Jobs im Jahre 1999 bei der Vorstellung des ersten iBook in New York

1976: Apple 1

1976: Apple I © Ed Uthman
Vergrößern 1976: Apple I © Ed Uthman

Apples erster Computer entstand noch in Handarbeit. Der Apple I war eine Entwicklung vom Apple-Mitbegründer Steve Wozniak. Steve Jobs half bei der Produktion in der elterlichen Garage. Den Apple I gab es nur als Bausatz. Er basierte auf dem 6502-Prozessor, der später auch von der Firma Commodore im Heimcomputer C64 eingesetzt wurde.

1977: Apple II

1977: Apple II © Marcin Wichary
Vergrößern 1977: Apple II © Marcin Wichary

Auch der Apple II ist mit dem 6502-Chip ausgerüstet. Er ist jedoch einer der ersten Personal Computer, die industriell in Massenproduktion gefertigt wurden. Etwa zwei Millionen Exemplare konnte Apple verkauft.

1983: Lisa

1983: Apple Lisa 2 © Michael Vokabre
Vergrößern 1983: Apple Lisa 2 © Michael Vokabre

Angeregt durch einen Besuch bei Xerox leitet Steve Jobs die Entwicklung des ersten Apple-Computers mit grafischer Bedienoberfläche und Mausbedienung. 1983 kommt die Lisa auf den Markt, ist aber mit knapp 10.000 Dollar viel zu teuer für den Massenmarkt.

1984: Macintosh

1984: Apple Macintosh © Macwelt
Vergrößern 1984: Apple Macintosh © Macwelt

Mit großem Aufsehen bringt Apple im Januar 1984 den Macintosh. Steve Jobs hat den etwa 2500 Dollar kostenden Computer gegen Widerstände in der eigenen Firma durchgepeitscht. Er wird der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit Mausbedienung. Heute - 27 Jahre später - beruhen immer noch wesentliche Teile des Bedienkonzepts von Computern auf Grundlagen die der Macintosh legte.

1986: Jobs gründet Next

Nach Streitigkeiten bei Apple verlässt Steve Jobs den Mac-Hersteller und gründet Next. Zunächst konzentrieret sich Next auf dieselben Märkte wie Apple: moderne Computer-Hardware mit grafischem Betriebssystem. Später stellt Next die Hardware-Entwicklung ein und fokussiert sich auf das Unix-basierte Next-Betriebssystem "Next Step".

1986: Jobs kauft Pixar

Beinahe zeitgleich mit der Gründung von Next kauft Steve Jobs von seinem privatem Vermögen das Computergrafik-Team vom Fimlproduzenten George Lucas (Star Wars). Die neue Firma nennt sich Pixar und entwickelt sich zu einem der weltweit einflussreichsten Computer-Animations-Studios der Welt.

1997: Jobs wieder zurück bei Apple

Apple liegt am Boden. Hohe Verluste drücken auf den Aktienwert. Auf der Suche nach einem modernen Betriebssystem kauft Apple unter der Führung von Gil Amelio Ende 1996 Next ein. Damit landet Steve Jobs wieder bei Apple und mit ihm kommt das Next-Step-Entwicklerteam nach Cupertino. Es beginnt die Entwicklung von Mac-OS X.

1998: iMac

1998: Apple iMac © Apple
Vergrößern 1998: Apple iMac © Apple

Auch wenn der iMac nicht Steve Jobs alleiniges Kind ist (seine Entwicklung wurde noch von Gil Amelio gestartet) wir der knubbelige Internet-Computer untrennbar mit Steve Jobs und dem Wiedererstarken der Marke Apple verbunden bleiben.

2000: Mac OS X

Nach fast vierjähriger Entwicklungszeit zeigten Steve Jobs Bemühungen aus Next Step ein neues Mac-Betriebssystem zu machen Früchte. Im September 2000 kam Mac-OS X offiziell auf den Markt. Allerdings in Form einer kaum benutzbaren Betaversion, die trotzdem Geld kostete. Apple verlangte 30 Dollar. Erst ein Jahr später erschien mit der Version 10.1, Codename "Puma" eine brauchbare Version. Apple brachte diese als kostenloses Update zu 10.0.

2000: Power Mac G4 Cube

2000: Apple Power Mac G4 Cube © Apple
Vergrößern 2000: Apple Power Mac G4 Cube © Apple

Nicht alles, von dem Steve Jobs überzeugt war, gelang auch. Bestes Beispiel ist der Power Mac G4 Cube. Mitte 2000 vorgestellt, war er technisch seiner Zeit weit voraus. Kein anderer Computerhersteller schaffte es, diese CPU- und Grafikleistung in einen Würfel von lediglich 8-Zoll-Kantenlänge zu pressen. Doch der Cube war viel zu teuer und schwer aufzurüsten. Er fand nur wenige Käufer und ein Jahr später wurde er aus dem Programm genommen.

2001: iPod

2001: Apple iPod 5 GB © Apple
Vergrößern 2001: Apple iPod 5 GB © Apple

Zunächst kaum beachtet, stelle Steve Jobs im Oktober 2001 einen kleinen, Festplatten-basierten MP3-Player vor. Mit fünf Gigabyte Kapazität und Firewire-Anschluss war das Gerät damals einzigartig in der Leistung. Aber 520 Euro waren zuviel Geld für den weißen Player mit dem Drehrad. Zudem war der iPod zunächst nur mit Mac-Computer benutzbar. Erst Anfang 2003 brachte Apple die Synchronisationssoftware iTunes auch für Windows heraus. Damit begann ein unvergleichlicher Siegeszug des iPod um die Welt.

2003: Power Mac G5

2003: Apple Power Mac G5 © Apple
Vergrößern 2003: Apple Power Mac G5 © Apple

Stolz stellt Steve Jobs 2003 den ersten Power Mac mit G5-CPU als schnellsten Computer der Welt vor. Schnell war er tatsächlich aber auch ein ausgesprochener Stromfresser. Nur durch besondere Kühlungsmaßnahmen lässt sich der von IBM gefertigte G5-Chip bändigen. Die für ein Jahr später angekündigte Drei-Gigahertz-Version kam wegen technischer Probleme nie auf den Markt.

2006: Intel-Macs

1984: Apple Macintosh © Macwelt
Vergrößern 1984: Apple Macintosh © Macwelt

Im Januar 2006 erklärte Steve Jobs die Ära der Power-PC-Prozessoren für beendet. Von nun allen sollte der frühere Erzrivale Intel die Herzen der Macs bestücken. Die Entscheidung war von langer Hand vorbereitet. Ein kleines Team im Apple-Campus bereitete die Portierung von Mac-OS X auf Intel-Chips über Jahre hinweg vor. Die vielen Kritiker der Entscheidung verstummten schnell, denn seit der Einführung der Intel-Macs verkauft Apple mehr Computer als jemals zu vor.

2006: Apple TV

2006: Apple TV © Apple
Vergrößern 2006: Apple TV © Apple

Als iPod für das Wohnzimmer war das Apple TV gedacht. Ganz entgegen den Gewohnheiten stelle Steve Jobs das Gerät in einer Vorankündigung bereits im September 2006 unter dem Codenamen "iTV" vor. Auf den Markt kam das Gerät erst im März 2007. Sonderlich erfolgreich war die Settop-Box nie. Die Neuauflage von 2010 läuft mit iOS und ist deutlich preiswerter zu haben.

2007: iPhone

2007: Apple iPhone © Apple
Vergrößern 2007: Apple iPhone © Apple

Lange erwartet machte Apple 2007 den Traum von einem eigenen Mobiltelefon wahr. Stolz präsentiert Steve Jobs das Handy einem begeisterten Publikum auf der WWDC 2007. Ähnlich wie der iPod das weltweite Musikgeschäft umkrempelte, sorgte das iPhone für Schockwellen im Mobilfunkmarkt, die bis heute anhalten.

2010: iPad

2006: Apple TV © Apple
Vergrößern 2006: Apple TV © Apple

Der jüngste Coup des Apple-CEO, das iPad hat mindestens das gleiche Potenzial wie das iPhone. Steve Jobs’ Vision einer "Post-PC-Ära", bei der man auf klassische Computer mit Maus und Tastatur bald ganz verzichten kann, scheint mit dem iPad tatsächlich Wirklichkeit zu werden.

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