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Tevanian: Jobs ermöglichte das Unmögliche

16.12.2011 | 07:21 Uhr |

Avie Tevanian, mit Jobs 1996 von Next zu Apple gewechselt und dort für die Entwicklung von Mac-OS X verantwortlich, stimmt spät aber bestimmt in den Chor der Nachrufer ein.

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Avie Tevanian , mit Jobs 1996 von Next zu Apple gewechselt und dort für die Entwicklung von Mac-OS X verantwortlich, stimmt spät aber bestimmt in den Chor der Nachrufer ein. Steve Jobs habe allein durch seinen großen Willen Apples Ingenieure dazu inspiriert, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, lobt der ehemalige Chief Technology Officer des Mac-Herstellers seinen verstorbenen ehemaligen Chef in einer Fernsehsendung der BBC.

Jobs habe dabei von seinem vielgerühmten "Reality Distortion Field" profitiert, das es ihm ermöglichte, konventionelle Ideen weit über das eigentlich Machbare auszuweiten: "Er war ein Mensch, der sich selbst von Dingen überzeugen konnte, die nicht notwendigerweise wahr oder leicht zu erreichen waren. Das funktionierte immer bei der Produktentwicklung, während der er Leute bitten konnte, etwas zu machen, was sie für unmöglich hielten."

Jobs habe meist insistiert, dass er von der Unmöglichkeit wüsste, der Ingenieur es aber trotzdem versuchen sollte. Allein durch den schieren Willen seien Dinge dann trotzdem möglich oder zumindest Vergleichbares zu erreichen gewesen. Leider habe sich dieses Reality Distortion Field auch gegen Jobs selbst gerichtet, erinnert sich Tevanian. Fast ein Jahr lang hatte Steve Jobs gegen den Rat seiner Familie und seiner engsten Mitarbeiter wie Tevanian mit alternativen Heilmethoden seinem Krebs beizukommen versucht anstatt sich einer notwendigen Operation zu unterziehen.

Avie Tevanian hatte Apple im Jahr 2006 verlassen, als die Mission des Umstieges von Mac-OS 9 auf Mac-OS X weitgehend abgeschlossen war. Tevanian ist heute als Aufsichtsrat von Green Hills Software, einem Spezialisten für embedded Systeme tätig.

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