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Interview mit Steve Jobs von 1995, Teil 4

25.12.2011 | 10:57 Uhr |

Das öffentliche Schulsystem sei ein Monopol, beklagt Steve Jobs im Interview. Und wenn Monopole zu mächtig werden, sinkt das Niveau des Services.

Steve Jobs im Interview 1995
Vergrößern Steve Jobs im Interview 1995

Die eigentlichen Kunden der Schulen seien nicht die Schüler, sondern deren Lehrer. Doch entferne sich der Anbieter immer mehr von seiner Kundschaft und biete als Monopolist immer schlechteren Service. So könne man die Schulen durchaus mit der Telekommunikationsindustrie früherer Zeiten vergleichen: "We don’t care. We don’t have to."

Mit Bildungsgutscheinen anstatt des freien Schulbesuches würde erst Wettbewerb zwischen Schulen entstehen. Dadurch würde sich das Niveau der Schulen in den USA deutlich steigern, meint Jobs. Dabei würde sich gerade im Bereich öffentlicher Schulen ein hoch kompetetiver Markt zum Nutzen aller entwickeln.

Schon 1995 fragte sich Jobs, warum das Fernsehen so schlecht sei. Die Schuld sei der Zuseher, der nur das bekomme, was er wolle: "Einfach nur die Glotze anschalten und das Hirn abschalten."

Der Druck zur Veränderung müsse also von den Leuten selbst kommen. Der Weg zur besseren Bildung sei keineswegs nur dadurch zu gehen indem man jedem Kind einen Computer gebe. Technologie alleine könne keine Probleme lösen.

Den fünften Teil des Interviews mit Steve Jobs können Sie morgen auf Macwelt.de sehen. Jobs erklärt darin, was er von den bis dato über ihn geschriebenen Büchern hält.

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