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Steve Jobs soll Mäuse mit Mehrfach-Tasten gehasst haben

11.03.2014 | 09:29 Uhr |

Für viele Programme und Spiele sind Mäuse mit mehrfachen Tasten und Funktionen kaum wegzudenken. Steve Jobs hätte gern darauf verzichtet.

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs galt in kultureller und ästhetischer Hinsicht als Anhänger des Minimalismus. Unter anderem ist seine Vorliebe für die Philosophie des Zen-Buddhismus bekannt. Auf diese Weise soll er auch sein Haus karg, aber stilvoll eingerichtet haben.

Was für sein eigenes Leben galt, war ihm auch in Bezug auf das Design der Produkte seiner Firma wichtig. Nichts sollte nach Möglichkeit das unmittelbare Nutzer-Erleben am Mac stören oder davon ablenken. Die Nutzeroberfläche sollte so einfach sein, dass sie mit einer schlichten Maus mit nur einer einzigen Taste zu bedienen wäre. Die Gestaltung der Benutzerführung (GUI) hatte sich am Bedürfnis des Users zu orientieren, und nicht umgekehrt. Daher hat Jobs immer wieder darauf bestanden, dass Apple-Mäuse nicht nach Art der Konkurrenz mit vielen Buttons versehen, sondern nur mit einem einzigen Klick zu bedienen sind. Entsprechend hat er lange und massiv jeden Versuch seiner Entwickler unterbunden, eine Maus mit mehreren Bedienelementen zu entwerfen. Dies berichtet der frühere Apple-Hardwareingenieur Abraham Faragbei Cult of Mac.

Dennoch war der Nachfolger der umstrittenen Puck-Maus, die Apple Pro Mouse, die keine sichtbare Maustaste mehr besaß, letztlich eine Zufallsentscheidung. Steve Jobs erblickte ein noch nicht ganz fertig entwickeltes Modell seines Design-Teams, das aus Zeitgründen noch keine Linien oder Einkerbungen für eine Maustaste besaß. Der Apple-CEO fand das schlicht genial und meinte: ”Wir wollen keine Buttons haben” (“We don’t want to have any buttons”). Ohne die Wahrheit zu verraten, haben sich die Designer und Ingenieure ans Werk gemacht und die Pro-Maus ohne jede sichtbare Taste zu Ende entwickelt, so Farag weiter.

Zitiert werden in dem Artikel auch einige weitere einschlägige  Aussprüche des als bisweilen cholerisch geltenden Apple-Mitbegründers. So soll er gegenüber seinem Team klargestellt haben: ”Ich bin hier das Marketing”. Oder: ”Das Marketing-Team besteht nur aus einer Person” – ihm selbst natürlich. Zudem habe Jobs angesichts des Entwurfs einer Maus mit mehreren Buttons gefragt, welche Idioten (”morons”) denn an diesem Projekt arbeiten würden.

Erst später habe er sich mit dem Gedanken angefreundet, dass eine Maus auch mehrere Tasten für unterschiedliche Funktionen zur Verfügung stellen könnte – aber nur, wenn diese ebenfalls nicht sichtbar oder aufdringlich wären. Auf diese Weise sei schließlich die Magic Mouse entstanden, die sich ähnlich einem Trackpad bedienen lässt.

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