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Steve Wozniak warnt vor Künstlicher Intelligenz

25.03.2015 | 14:21 Uhr |

Nun hat sich auch der Apple-Mitgründer Steve Wozniak zum Thema Künstliche Intelligenz geäußert und macht sich Sorgen, was das für die Menschheit bedeutet.

Immer mehr sehr bekannte Personen aus der Technik-Welt äußern sich öffentlich besorgt über die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Wie Steve Wozniak in einem Interview erklärt, habe er früher Vorhersagen von Forschern wie Raymond Kurzweil nicht ernst genommen. Kurzweil geht unter anderem davon aus davon aus, dass die Intelligenz von Maschinen die von Menschen innerhalb von 30 Jahren übertreffen wird und der Mensch dann die Kontrolle über den technischen Fortschritt verliert. Nun sehe Wozniak, dass solche Vorhersagen tatsächlich wahr werden könnten und Computer, die menschliches Bewusstsein haben oder perfekt nachahmen, gefährlich nahe an der Realität seien.

»Das haben schon Leute wie Stephen Hawking oder Elon Musk vorhergesagt. Ich stimme zu, dass die Zukunft furchterregend und sehr schlecht für Menschen ist. Wenn wir diese Geräte bauen, damit sie sich um alles für uns kümmern, werden sie irgendwann schneller denken als wir und sich dann der langsamen Menschen entledigen, um Unternehmen effizienter zu führen«, so Wozniak. »Werden wir Götter sein? Werden wir die Haustiere der Familie sein? Oder werden wird Ameisen sein, die man zertritt? Ich weiß es nicht... aber wenn ich diese Gedanken daran bekomme, dass ich in der Zukunft wie ein Haustier einer dieser intelligenten Maschinen behandelt werde... nun, ich werde meinen eigenen Hund wirklich nett behandeln.«

Ob überhaupt eine derart leistungsfähige KI möglich wird, hängt auch vom technischen Fortschritt ab. Die aktuelle Technik wird in einigen Jahren an ihre Grenzen stoßen, was die Miniaturisierung von Bauelementen angeht. Quantencomputer könnten aber trotzdem enorme Sprünge ermöglichen, was die Leistung betrifft. Bisher seien die bisherigen Versuche in diesem Bereich aber wenig nützlich. Er hoffe aber, dass es gelingt, Quantencomputer zu bauen. »Wir sollten das verfolgen, weil es um wissenschaftliche Forschung geht. Aber letztendlich könnten wir so die Spezies erschaffen, die über uns steht«.

Quelle: Australian Financial Review

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