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Steve hat - wie immer - Recht

03.07.2003 | 13:17 Uhr |

Dass Steve Jobs eigentlich immer Recht hat, wissen wir. Es ist aber schön, wenn seine Ankündigungen wie die der Keynote zur Macworld Expo im Januar so deutliche Bestätigung finden wie durch die aktuelle Pressemitteilung des US-Analysten NPD.

Nach einem Bericht des New Yorker Marktbeobachters NPD, der regelmäßig Analysen aktueller Marktentwicklungen und neuer Trends veröffentlicht, wurde nämlich in den USA im Mai diesen Jahres erstmals mehr Umsatz mit dem Verkauf von Notebooks als mit Desktop-Rechnern gemacht.  Somit erfüllt sich schon in der ersten Jahreshälfte die Ankündigung, die Steve Jobs zum Auftakt der Macworld Expo in San Francisco gemacht hatte, als er das "Jahr des Notebooks" ausgerufen und den portablen Rechnern einen Marktanteil von 50 Prozent prognostiziert hatte.

Darüber hinaus brachte der Mai, der zumindest für die US-Amerikanischen Retailer mit einer Steigerung der Umsätze um 13.6 Prozent im Vergleich zu Mai 2002 der beste Monat seit langem war, einen weiteren Wendepunkt: Erstmals floss nach dem Bericht der New Yorker Analysten auch mehr Geld aus dem Verkauf von LDC-Monitoren in die Kassen als aus dem Verkauf herkömmlicher Röhrenmonitore.

Der steigende Absatz aus dem Notebook-Geschäft hatte laut NPD schon in den letzten vier Jahren geholfen, die Ausfälle aus dem Geschäft mit Desktop-PCs zu kompensieren. Während die mobilen Rechner im Januar 2000 erst ein Viertel der Abverkäufe ausmachten, erzielten die US-Retailer im Mai 2003 schon über die Hälfte ihres Umsatzes mit ihnen. Auch die Stückzahlen schnellten in die Höhe und stehen nun NPD zufolge für 40 Prozent des gesamten Volumens.

Dies entspricht in weiten Teilen auch den Zahlen, die Apple im April für das abgelaufene zweite Geschäftsjahresquartal veröffentlicht hatte. Schon vor einem Monat wies das Unternehmen einen Powerbook-Anteil von 40 Prozent an den Gesamtverkäufen aus. Leider hatte dieses Ergebnis nicht gereicht, die Einbußen aus dem "klassischen" Markt mit Desktop-Rechnern auszugleichen, der Verkauf lag mit insgesamt 711 000 Rechnern um 12 Prozent unter den Verkäufen des entsprechenden Quartals 2002. Mal sehen, ob das dritte Geschäftsjahresquartal, dessen Ergebnisse Apple im Juli veröffentlichen wird, auch so positiv verlaufen ist.

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