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Sticky Windows erweitert den Desktop um Tabs

10.04.2007 | 13:11 Uhr |

Es muss nicht immer Exposé sein: Wer viel an seinem Mac arbeitet, der hat meist auch eine Menge Fenster offen - je komplexer die Aufgabe, um so mehr sammeln sich auf dem Bildschirm.

Damit der Anwender dabei die Übersicht nicht verliert, stellt ihm Apple in aktuellen Mac OS X-Versionen den Fenster-Manager Exposé zur Verfügung, in Version 10.5 kommt mit Spaces zusätzlich ein Desktop-Manager hinzu. Dass man offene Fenster aber auch anders verwalten kann, zeigt eindrucksvoll die Software Sticky Windows, die soeben in einer zweiten Version erschienen ist. Wie Safari setzt sie auf Tabs, sie öffnet und schließt Fenster automatisch und heftet sie an den Rand des Bildschirms.

Die Registernavigation (tab, engl. für Registerreiter) erobert mehr und mehr Applikationen: Die Technik hat inzwischen nicht nur alle großen Internet-Browser erobert, sondern hält auch in anderen Applikationen Einzug: Mit der nächsten Mac OS X-Version Leopard setzt selbst das Terminal auf die Reiter, die mehrere Fenster einer Applikation zu einem einzigen zusammenfassen. Software-Hersteller Donelleschi verwendet die Technik in Sticky Windows , um auf dem Mac OS X-Desktop für Ordnung zu sorgen. Sobald man die Software installiert hat, lassen sich geöffnete Fenster an einen beliebigen Bildschirmrand ziehen: Dort schließen sie sich, übrig bleibt ein Icon mit dem Programmnamen. Der Anwender entscheidet selbst, welche Fenster er nebeneinander platziert. In der neuen Version 2.0 kann er zudem auswählen, ob sich ein geöffnetes Fenster automatisch wieder schließt, wenn es sich nicht mehr im Vordergrund befindet - ein Klick auf das Software-Icon im Tab öffnet die Einstellung. Neu unterstützt Sticky Windows auch Drag-and-drop: Zieht man Dateien und Inhalte auf einen Tab am Bildschirmrand, so öffnet sich das Fenster und das aufgenommene Objekt lässt sich ablegen. Die Alternative zu Exposé läuft nun auf Intel- und PPC-basierten Macs nativ. Sticky Windows setzt mindestens Mac OS X 10.4 voraus, ist als Download ein knappes Megabyte groß und kostet zur Einführung 14,95 US-Dollar, später soll die Applikation 20 US-Dollar kosten. Ein Video auf der Herstellerseite verdeutlicht die Arbeitsweise.

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