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Free Freehand: Klage gegen Adobe nicht ausgeschlossen

06.05.2010 | 16:25 Uhr |

Eine Vereinigung von Freehand-Nutzern zeigt im Streit um Flash zurück auf Adobe. Der Softwarehersteller verfahre gegen Konkurrenten in einer Art und Weise unfair, wie er sie derzeit Apple vorwirft.

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Adobe verliert im Streit um Flash immer mehr an Rückhalt. Während Rechtsexperten den Versuch einer Kartellklage gegen Apple als zum Scheitern verurteilt ansehen, dreht das Aktionsbündnis Free Freehand den Spieß um und bezichtigt seinerseits Adobe unfairer Praktiken. Free Freehand ist ein loser Zusammenschluss von Grafikern, die Adobe davon überzeugen wollen, das Grafikprogramm Freehand weiter zu entwickeln oder den Quellcode an die Open-Source-Gemeinde weiter zu reichen. Mit der Übernahme des einstigen Komkurrenten Macromedia im Jahr 2005 war Adobe auch in den Besitz von dessen Software gelangt. Während es aber Dreamweaver und Fireworks auf Kosten der Adobe-Programme Golive und Imageready in der Creative Suite überlebt haben, hat Adobe für Freehand seit 2005 anscheinend keine Verwendung und seither keine Updates veröffentlicht.

Das Aktionsbündnis vergleicht nun Adobes Vorgehen gegen Freehand mit der Klage gegen Apple um Flash: Adobe würde damit nur die eigenen Praktiken anprangern. Man kaufe Rivalen nur zu dem Zwecke auf, um deren Produkten zu Gunsten der eigenen einzustellen, lautet der Vorwurf von Free Freehand an Adobe. Der Illustrator-Hersteller habe all die Jahre nicht auf die Bitten um die Weiterentwicklung des einstigen Konkurrenten Freehand oder Freigabe des Quellcodes reagiert.

Die Gruppe schließt eine Klage gegen Adobe deshalb nicht aus und gibt sich auf ihrer Website entschlossen : "Firmen, die Produkte anderer aufkaufen und beerdigen, nur weil sie kein besseres entwickeln können, fügen der Gesellschaft Schaden zu. Nicht nur handeln sie unethisch, sie verhindern auch den Fortschritt - alles im Namen des Profits.

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