Von Redaktion Macwelt - 27.12.2012, 00:49

Macwelt-Jahresrückblick

Streit um Wortmarke iPad in China

Streit um Wortarke iPad in China

Der in Hongkong niedergelassene Besitzer der Marke Proview Technologies hat gegen Apple Klage eingereicht und will, dass Apple in der Volksrepublik China sein Tablet nicht mehr iPad nennt - oder 1,6 Milliarden US-Dollar Schadensersatz zahlt. Gegenüber dem Wall Street Journal erklärte der Chef der Proview-Niederlassung in Shenzen Yang Rongshan: "Wir müssen einräumen, dass Apples iPad ein großartiges Produkt ist und Apple großen Wert daraus schöpft. Das ist aber kein Grund, ihre hier illegale Praxis zu unterstützen."
Proview, ein Hersteller von LCD-Displays, sicherte sich den Namen "iPad" bereits 2001. Allerdings wird in Proviews Heften ein Gerät beschrieben, das eher an einen iMac der ersten Stunde erinnert und fast nichts Gemeinsames mit den aktuellen Tablets hat.
Apple hatte nach eigenen Angaben die Marke iPad für China von einer britischen Firma namens IP Applications gekauft, die ihrerseits sie von einer taiwanesischen Proview-Tochter übernommen hatte. Ein Gericht in Shenzen war aber zu dem Urteil gelangt, dass die chinesische Mutter Proview mit dem Verkauf der Marke nicht zu tun hatte und daher immer noch die rechte daran halte.
Im Juli einigen sich Parteien schließlich, nachdem Proview kurzfristig sogar Verkaufsverbote gegen Apple erwirkt hatte. Für das Recht, auch in China das iPad "iPad" nennen zu dürfen, zahlt Apple 60 Millionen US-Dollar an Proview.

Service macht Macbook-Displays matt

Seit einigen Jahren verkauft Apple seine Macbooks mit "glossy" Display, das matte kostet Aufpreis.
Einige Anwender stören sich jedoch am spiegelnden Display. Der Reparaturdienstleister Smartmod aus Frankfurt am Main bietet nun einen Entspiegelungsservice für Macbook und Macbook Pro an. Dabei tauscht Smartmod das spiegelnde Display durch ein entspiegeltes aus, innerhalb von 24 Stunden soll der Macbook-Besitzer sein Apple-Notebook zurückbekommen. Das Macbook Air lässt sich auf diese Weise nicht entspiegeln, erstmals können laut Smartmod aber Besitzer des Macbook Pro Unibody 13 Zoll mit mattem Display nutzen, Apple bietet für das kleinste Modell keine entspiegelte Version an. Der Service soll ab Ende Februar erhältlich sein, die Preise sollen sich zwischen 150 und 250 Euro bewegen - und damit über den Aufpreisen Apples beim Neukauf liegen. Die Macbooks des Baujahres 2012 spiegeln von Haus aus weniger, blendfreie Displays bietet Apple nicht für alle Geräte an.

Update für Final Cut Pro X

Video-Profis hatte Apple im Sommer 2011 mit dem völlig neuen Final Cut Pro X verstört - das Update auf Version 10.0.3 bringt einige der vermissten Funktionen zurück.
Die völlig neue programmierte Software war im Juni 2011 auf Unmut bei professionellen Cuttern getroffen, denen wesentliche Features der Vorgängerversionen fehlten. Final Cut Pro X sei lediglich ein besseres iMovie, aber keine professionelle Software, hieß es. Für Plug-ins von Drittherstellern hatte Apple die Software bereits im vergangenen Herbst wieder geöffnet, mit Final Cut Pro X 10.0.3 kommen nun Mulitcam-Editing, eine Beta-Version des Broadcast Video Monitoring sowie weitere Verbesserungen hinzu. "All das ist im professionellen Videoschnitt wichtig," erklärt Apples Produktmanager Richard Townhill unseren Kollegen der Macworld, "Final Cut Pro haben wir unter diesem Aspekt entwickelt."
Das Broadcast Video Monitoring trägt deshalb das von Apple selten vergebene Beta-Label, da es noch an Unterstützung von Drittherstellern fehle. Mit PCI-Express-Karten von AJA Video System, Blackmagic Design und Matrox sowie über Apples eigene Thunderbolt-Technik sei das bereits möglich, mit weiteren Drittherstellern arbeite man an Lösungen, verspricht Apple.

iPhone 4 und iPad 3G wieder im Apple Online Store

An einem Freitag im Februar musste Apple kurzfristig einige seiner Produkte aus dem deutschen Pnline Store nehmen. Grund ist der Patentstreit mit Motorola.
Das Oberlandesgericht in Karlsruhe gibt jedoch Apples Berufung gegen ein in Mannheim ergangenes Urteil statt, die von Motorola inkriminierten Produkte sind seither uneingeschränkt verfügbar.
Apple musste kurzfristig das iPad 3G, iPhone 4 und das iPhone 3GS aus dem Online Store nehmen. Patentblogger Florian Müller geht davon aus, dass die Geräte wegen eines älteren Urteils aus dem Online Store verschwunden waren. Motorola hatte geklagt, Apple würde einige Patente verletzen. Da diese aber Bestandteil von Industriestandards sind, verteidigte sich Apple mit dem Argumente, keine fairen Lizenzbedingungen (FRAND) dafür bekommen zu haben. Im Dezember urteilte das Landgericht Mannheim bereits gegen Apple, dabei ging es um allgemeine Mobilfunkpatente, die Motorola hält. Diese Klage drehte sich exakt um das iPhone 4, 3GS und das iPad 3G. Das iPhone 4S, das weiterhin verkauft wurde, war nicht Teil dieser Klage.
Denn am Freitag, dem 3. Februar erging ein weiteres Urteil des Landgerichts Mannheim. Dies urteilte in einem Patentverfahren zwischen Apple und Motorola gegen den iPhone-Hersteller. Der Fall behandelt ein weiteres Patent von Motorola, das dieses durch iCloud verletzt sieht. Das Gericht schließt sich dieser Meinung an. Die Klage richtet sich gegen Apple Sales International, der irischen Tocher von Apple, die jedoch den Apple Online Store für den europäischen Markt - damit auch Deutschland - betreibt.
Das fragliche Patent dreht sich um den Abgleich von Pagern und deren Einstellungen.
Das Urteil betrifft nicht nur iCloud selbst, sondern auch alle Clients, also Geräte, die darauf zugreifen.
In Folge des Urteils muss Apple jedoch den Push-Service für iCloud-Mails auf iOS-Geräten abschalten, bis Jahresende konnte sich Apple mit dem in der Zwischenzeit von Google übernommenen Motorola Mobility nicht auf eine Lizenz einigen.
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