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AT&T: Google Voice verletzt Netzneutralität

28.09.2009 | 07:23 Uhr |

AT&T fordert die Ausdehnung der Kontrollen für fairen Wettbewerb auf Online-Dienste für Google und sucht gesetzliche Mittel, günstige Dienste wie VoIP und Google Voice zu blockieren.

Google Voice
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AT&T hat am Freitag Google bezichtigt, mit Google Voice die Richtlinien von FCC Für Netzneutralität zu verletzen. In einem Brief an die US-Kommunikationsbehörde behauptet AT&T, dass Googles Anwendung sowohl gegen die bestehenden Internet-Richtlinien als auch gegen die vorgeschlagenen gesetzlichen Regelungen verstößt, indem Google Voice vorsätzlich eine Reihe von Rufnummern blockiert, um Google Geld zu sparen. Das Verhalten diskriminiert andere Netzbetreiber wie AT&T, die gesetzlich verpflichtete sind, alle Anrufe zuzulassen.

Google besteht in seiner Antwort darauf, als Online-Dienst nicht diesen Regeln zu unterliegen. Im Gegensatz zu AT&T oder VoIP-Diensten wie Skype sei Google Voice lediglich ein Routing-Dienst, der alle Anrufe in beide Richtungen über eine zentrale Nummer von Google abwickelt. Diese Nummer wiederum benutzt für die Anrufe Internetverbindung und ist billiger für den Kunden, als die ausschließliche Nutzung von herkömmlichen Telefonleitungen.

Die Absicht der Klage von AT&T ist klar. Die gesetzliche Regelung der Netzneutralität durch FCC für Netzwerkbetreiber ist nicht in ihrem Interesse. Mit dem Fall von Google Voice soll FCC nun zum Einlenken bewegt werden oder auch alle Online-Dienste den gleichen Auflagen und den Kontrollen von FCC für fairen Wettbewerb unterliegen. Damit hätten Netzwerkbetreiber wie AT&T dann die gesetzliche Handhabe, Dienste wie VoIP oder ähnliche zukünftige Entwicklungen wegen unfairem Wettbewerbsvorteil zu blockieren.

Bisher hat FCC den Empfang von AT&Ts Brief bestätigt, aber noch keine Stellung genommen.

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