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Musik-Studie von Sonos: So beinflusst Musik unser Leben

12.02.2016 | 14:52 Uhr |

Ob und wie die Musik unsere Leben beeinflusst wollte der große Sound-Systeme-Hersteller Sonos sowie ein Neurologe wissen.

Update: In der früheren Version haben wir behauptet, Apple hat sich an der Studie auch organisatorisch beteiligt. Tatsächlich hat die Studie der Hersteller Sonos alleine durchgeführt. Wir bitten um Entschuldigung.

"Die Musikindustrie ist in einer Wandlung begriffen – noch nie war Musik so zugänglich wie jetzt mit unterschiedlichen Streaming-Diensten", schreibt Sonos zu der Motivation der Studie. Der Sound-Systeme-Hersteller hat dafür mehrere Familien innerhalb von zwei Wochen beobachtet und Dr. Daniel J. Levitin als Kognitiv-Neurologe hat die wissenschaftliche Grundlage für die Studie geliefert. Beteiligt hatten sich insgesamt an dem Experiment rund 30.000 Menschen in acht Ländern, darunter auch in Deutschland. Auf der eigens angelegten Seite mit den Studienergebnissen schreibt Sonos: "Die meisten Umfrage-Teilnehmer haben am Anfang behauptet, Musik kann das eigene (Familien)-Leben nicht beeinflussen. Es hat sich herausgestellt, sie hatten sich geirrt."

Wer hat sich an der Studie beteiligt, wie lange und wo?

Die Studie nahm  mit einer Online-Umfrage unter Sonos-Kunden ihren Anfang . Vom 29. Dezember 2015 bis 8. Januar 2016 hatten auf die 41 Fragen rund 30.000 Teilnehmer in den USA, in Kanada, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Deutschland, Australien und in den Niederlanden geantwortet. Danach startete die zweite Stufe: 30 Haushalte mit 109 Beteiligten aus diesen acht Ländern ließen Sonos für zwei Wochen in ihr Leben. Apple stattete die Studienteilnehmer (ab 5 Jahren) mit Apple Watches aus, die für  unterschiedliche Messungen wie der Herzfrequenz, Schritten, verbrannten Kalorien verwendet wurden. Diejenigen, die zuvor kein iPhone hatten, bekamen die neueren 6S-Modelle. Des Weiteren wurden in den Wohnungen bzw. in den Häusern iBeacons installiert sowie Kameras in den Wohnzimmern und Küchen. Die erste Woche war als die Kontrollmessung für die Studie gedacht, die Teilnehmer waren angehalten, keine Musik in den gemeinsamen Räumen zu hören, wenn, dann nur über Kopfhörer oder alleine. Nach Verlauf einer Woche kamen die Sonos-Techniker vorbei und installierten eigene Sound-Systeme mit dem Apple-Music-Abo drauf. Ab dann sollten die Teilnehmer in den gemeinsamen Räumen auch gemeinsam Musik hören.

Was hat sich mit der Musik geändert?

Die gesamte Studie sowie die Ergebnisse sind aufs Genaueste auf den Tumblr-Seiten von Sonos dokumentiert. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Menschen werden unbemerkt glücklicher, dadurch, dass sie sich beim gemeinsamen Musik-Konsum auch näher kommen, heißt, mehr Zeit miteinander verbringen, sich weniger auf die eigenen elektronischen Geräte konzentrieren, lieber miteinander das Abendbrot teilen, spontan tanzen, sich mehr lieben. Einige Zahlen, die diese Erkenntnisse bestätigen: Die Familien lachten 15 Prozent mehr miteinander in der Zeit , als sie die Musik gemeinsam hörten. 25 Prozent mehr Inspiration soll der gemeinsame Musik-Konsum verursachen. 58 Prozent der Respondenten gaben an, die Mahlzeiten schmeckten besser, wenn Musik im Hintergrund lief.  In der Musik-Woche haben die Teilnehmer miteinander 3 Stunden 13 Minuten mehr pro Woche verbracht als in der Kontroll-Woche ohne Musik. Auch die buchstäbliche Distanz zwischen den Familien-Mitgliedern hat sich verringert, die Wissenschaftler haben eine Verringerung von 12 Prozent an den Abstand zwischen den Teilnehmern gemessen, in der Woche, als die Musik spielte. Dies wiederum hatte noch weitere Folgen: Die Wissenschaftler haben 37 Prozent mehr "aktiver Wachzeit im Bett" während der Studie gemessen, was auch immer sie darunter meinen.

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