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Studie: Computerspiele machen nur bedingt aggressiver

05.04.2007 | 11:26 Uhr |

Eine neue Studie der Swinburne University of Technology belegt: Computerspiele mit gewalthaltigen Inhalten wirken sich leicht negativ nur auf schon vorher aggressive Kinder aus.

Doom 3-Einblick in Tokyo
Vergrößern Doom 3-Einblick in Tokyo

Die Debatte um so genannte „Killerspiele“ und deren mögliche Auswirkungen auf eine Steigerung der Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen bis hin zu Amokläufen schwelt in Deutschland in Bundesrat und Bundestag weiter. Eine aktuelle Untersuchung mit 120 Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren zeigt nun, dass das Spielen gewalthaltiger Computerspiele bei der weit überwiegenden Mehrzahl der Kinder keinerlei Auswirkungen auf deren Aggressionsniveau hat. Lediglich Kinder, bei denen schon vorher eine erhöhte Aggressionsneigung festzustellen war, zeigten sich im Anschluss an den Test geringfügig noch aggressiver, wie der Untersuchungsleiter Professor Grant Devilly betont. Die Kinder spielten jeweils 20 Minuten lang den Ego-Shooter Quake 2. Dagegen zeigten sich als hyperaktiv eingestufte Kinder im Anschluss sogar ”friedfertiger”. Dass vergleichbare Untersuchungen zu sehr unterschiedlichen bis widersprüchlichen Resultaten kamen, führt der Psychologe auf unklare Klassifikationen in deren Testsettings zurück. Der Experte rät Eltern, ihre Kinder beim Spielen solcher Computerspiele genau zu beobachten, ob ihre Aggressivität dabei zunehme oder nicht oder sich sogar abbaue. Der Artikel ist im Fachmagazin Psychology, Crime and Law Journal erschienen.

Info: The Sydney Morning Herald

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