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Studie: Das Internet kann in zwei Jahren überfüllt sein

20.11.2007 | 13:14 Uhr |

Einer Studie der unabhängigen Analysten der Nemertes Research Group zufolge gelangt das Internet in zwei Jahren an die Grenzen seiner Kapazität.

Wenn Backbone-Provider nicht bis zu 137 Milliarden US-Dollar in neue Infrastrukturen investieren, drohen aufgrund ständig neu hinzukommender Videoinhalte verstopfte Leitungen. Backbone-Provider haben bisher Investitionen in nur halber Höhe bis zum Jahr 2010 angekündigt. Allein in den USA sind nach der Studie der Nemertes Research Group Investitionen zwischen 42 und 55 Milliarden US-Dollar nötig, um mit der steigenden Nachfrage nach Netzkapazität Schritt zu halten. Bruce Mehlmann, einer der Nemertes-Vorsitzenden, erklärt dem IDG News Service: "Video hat zu einer Explosion des Internet-Contents geführt." In diesem Jahr würden Nutzer rund 161 Exabytes an neuen Daten online stellen, das Wachstum von Anwendungen gehorche dem aus der Chip-Entwicklung bekannten empirischen Moore'schen Gesetz. Neben den Providern sei aber auch der Gesetzgeber gefordert, mit dem raschen Wachstum Schritt zu halten. Staatliche Kredite beim Hausbau sollten etwa an die Verpflichtung zum Einbau geeigneter Breitbandstrukturen gekoppelt werden. Eine Telekommunikationssteuer aus dem Jahr 1898 sollte hingegen abgeschafft und Provider beim Ausbau ihrer Infrastrukturen unterstützt werden.

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