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Studie: Handys verändern Umgang der Menschen miteinander

24.07.2006 | 10:17 Uhr

Der Umgang der Menschen miteinander hat sich laut einer Studie mit dem zunehmenden Gebrauch des Handys verändert.

In Großbritannien nutzen 54 Prozent der befragten Frauen unter 25 Jahren ihr Handy in der Öffentlichkeit, um unter anderem aufdringliche Männer davon abzuhalten, sich ihnen zu nähern. Das ergab die groß angelegte Studie der London School of Economics und Carphone Warhouse, zu der 16.500 Menschen befragt wurden.

Früher hätten Frauen eine Zeitung oder eine Zeitschrift als psychologische Barriere benutzt, um zum Beispiel im Zug nicht in ein unerwünschtes Gespräch verwickelt zu werden, heißt es in der Studie. Heute erfülle das Handy diese Funktion.

Die Studie ergab außerdem, dass mehr Menschen das Handy zum Versenden von SMS benutzen anstatt zum Telefonieren. Durchschnittlich würden 3,6 SMS pro Tag verschickt, aber nur 2,8 Mal telefoniert. Dies treffe vor allem auf die 18- bis 24-Jährigen zu.

In dieser Altersgruppe ist besonders den Frauen das Handy wichtiger als der Fernseher. 32 Prozent gaben an, sie hätten lieber ein Handy als einen Fernseher, während nur elf Prozent eher auf ihr Telefon verzichten würden. (dpa/tc)

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