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Studie: Nur jeder zweite Internetnutzer besucht Behörden im Netz

08.12.2003 | 13:52 Uhr |

Nur etwa jeder zweite Internetnutzer in Deutschland besucht nach einer Untersuchung Behörden im Netz.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung seien es gerade einmal 26 Prozent, teilte das Marktforschungsinstitut TNS Emnid am Montag in Bielefeld mit. Deutschland liege damit bei einem Vergleich von 32 Ländern zur Nutzung des so genannten E-Governments auf Platz 19. 55 Prozent der Internetnutzer nähmen die Angebote der Behörden an. Für die Studie wurden 1011 Menschen im Alter über 14 Jahren telefonisch befragt.

Das Anklicken der Behörden-Seiten diene am häufigsten dazu, Informationen zu beschaffen (21 Prozent). Download-Angebote werden nur von 8 Prozent der Befragten angenommen. Transaktionen mit der Behörde, bei denen Kreditkarten- oder Kontonummer angegeben werden müssen, wickeln nur 6 Prozent ab. Sicherheitsbedenken geben den Erhebungen von TNS Emnid zufolge den Ausschlag: Demnach halten 81 Prozent die Nutzung elektronischer Behördendienste für unsicher. Im internationalen Schnitt lag die Skeptiker-Quote bei 58 Prozent.

«Zwar gibt es beim E-Government Fortschritte, und eine Vielzahl von Angeboten ist online, jedoch werden sie vom Bürger kaum wahrgenommen», sagte TNS Emnid-Experte Tristan Helmreich. «Die Einbahnstraße vom Anbieter zum Nutzer kann nur dann zu einem beiderseitig stärker genutzten Datenhighway werden, wenn endlich mehr attraktive Angebote online gehen, die dann - ebenso wie das Thema Sicherheit - offensiv kommuniziert werden.»

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