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Studie: Nutzer überfliegen Webseiten in der Regel nur

02.04.2013 | 09:55 Uhr |

Mit dem so genannten Eye-Tracking-Verfahren hat ein kanadischer Forscher die Sichtgewohnheiten von Surfern im Internet untersucht.

Beim Eye-Tracking handelt es sich um eine Methode der Blickerfassung, mit der über spezielle Kameras und Geräte die Blickbewegungen der Augen aufgezeichnet und analysiert werden können ( Näheres bei Wikipedia ). Ian Everdell vom Marketingunternehmen Mediative hat für seine Untersuchung über das Surfverhalten einen Computermonitor benutzt, der über zwei eingebaute Infrarotkameras verfügt und damit die Blickbewegungen der Probanden festhalten kann, berichtet CTV News mit einem Artikel von Michael Oliveira, The Canadian Press.

Insbesondere für Werbetreibende ist das Ergebnis zum Teil ernüchternd. So scannen die meisten Surfer Webseiten im Eilverfahren nach für sie interessanten Inhalten, wobei sie selten ganze Sätze wahrnehmen, sondern bestenfalls 12-15 Buchstaben davon, heißt es in dem Report. Daher sollten Überschriften oder einleitende Absätze möglichst aussagekräftig sein und sich nicht mit allgemeinen Floskeln aufhalten.

Frauen sollen dabei etwas systematischer vorgehen als Männer, aber letztlich bei derselben Art von Informationen und Inhalten hängen bleiben. Speziell bei Suchmaschinen würden fast nur die ersten Resultate auf der ersten Seite und links oben zur Kenntnis genommen, wobei die Internetbesucher zumeist die rechte Seite, wo sich die Werbebanner befinden, völlig ignorierten.

Einen Unterschied gibt es der Studie zufolge bei der Verwendung mobiler Geräte im Vergleich zu Desktop-Computern. Bei Smartphones oder Tablett-PCs konnte man mit der Eye-Tracking-Methode herausfinden, dass die User hierbei die Augen auf einen Punkt auf dem Bildschirm fixieren, anstatt über den Monitor zu huschen, dafür aber den Inhalt der Websites mit dem Finger bewegen.

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