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Studie: Smartwatches leichtes Ziel für Hacker

24.07.2015 | 15:31 Uhr |

Laut HP sind Smartwatches sehr anfällig für Hackerangriffe. Vor allem die Übertragung von unverschlüsselten Daten sei eine Schwachstelle.

Eine genaue Aussage dazu, welche Smartwatch-Modelle die Studie untersuchte, traf HP nicht . Alle der getesteten Modelle speicherten persönliche Daten der Nutzer wie den Namen, das Geburtsdatum oder die Adresse. Solche Daten sind für Hacker besonders interessant.
 
Eine große Gefahr für die Zukunft stellt auch die immer stärkere Vernetzung einzelner Geräte dar. Schon bald wird es möglich sein, sich über die Smartwatch mit Schlössern, Kühlschränken oder sogar Fahrzeugen zu verbinden. Werden diese Datenübertragungen gehackt, könnten Angreifer die Kontrolle über diese Geräte übernehmen. Während in 2015 die Anzahl aller vernetzten Geräte auf 2,9 Milliarden geschätzt wird, soll diese Zahl in 2020 bereits bei 13 Milliarden liegen.
 
Zusätzlich zu einer fehlenden oder schwachen Verschlüsselung der Datenübertragung ist auch die Sicherung der Smartwatches selbst ein großes Problem. Nur bei 50 Prozent aller Geräte war es überhaupt möglich die Uhr durch einen PIN zu sperren, bei allen anderen Geräten erhielt jeder der physischen Zugriff auf die Uhr hatte auch uneingeschränkten Zugriff auf die gespeicherten Daten.  Die Apple Watch erfordert bei der Einrichtung eine PIN und lässt sich nach Abnehmen vom Handgelenk erst nach der Eingabe des Codes wieder nutzen. Jedoch lässt sich eine gestohlene oder gefundene Apple Watch auch ohne Kenntnis der PIN wieder herstellen.
 
Die Studie von HP will belegen, wie groß die Defizite bei der Sicherheit von Smartwatches aktuell sind. Es bleibt zu hoffen, dass Hardware- und Software-Hersteller die Kritik berücksichtigen.
 

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