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Studie: So zuverlässig sind die Festplatten

18.05.2016 | 10:34 Uhr |

Die Festplatte mag für den Endverbraucher eine Technologie von gestern sein, in Rechenzentren ist sie nach wie vor unverzichtbar.

Gemäß einer Studie von Backblaze , das Cloud-gestützte Backupdienste anbietet, arbeiten die Festplatten von Hitachi am zuverlässigsten und erleiden nur noch wenige Ausfälle. Insgesamt seien aber die Platten aller Hersteller besser und ausfallsicherer geworden. Backblaze kann sich auf die statistischen Daten von über 60.000 Festplatten stützen, die insgesamt über eine Milliarde Betriebsstunden liefen.

Hitachi-Festplatten zeigten dabei laut der Statistiken nur eine Ausfallrate von weniger als einem Prozent – und das nun schon das dritte Jahr in Folge. Dramatisch verbessert hätten sich hingegen die Platten des Herstellers Seagate. Zeigten diese vor einem Jahr noch eine Fehlerrate von 10,68 Prozent, so fiel diese nun auf 3,48 Prozent. Von Seagate waren mit fast 37.000 Stück die meisten Platten im Einsatz, von Hitachi trugen fast 23.000 Platten der Statistik bei.

Weniger relevante Aussagen kann Backblaze über Festplatten von Toshiba und Western Digital machen, in den Rechenzentren verrichteten nur 238 respektive 1691 Platten dieser Hersteller ihre Dienste, aber auch deren Ausfallraten gingen übers Jahr zurück. In die Statistik von Backblaze gehen nicht nur die absoluten Ausfallraten, sondern auch die Dauer der Nutzung ein, die Werte sind über ein Jahr gemittelt.

Festplattenhersteller kritisieren jedoch die Methoden von Backblaze, die in den Rechenzentren verwendeten Festplatten seien keine für den Einsatz im Rechenzentrum optimierte Geräte, sondern bei Händlern erstandene Platten für Endverbraucher, die nicht 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche laufen müssten. Backblaze habe die Consumerplatten gewissermaßen entkernt und zudem in den unterschiedlichsten Weisen in seine Serverschränke eingebaut, worunter die Vergleichbarkeit der Daten leide.

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