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Subventions-Heuschrecke: Harte Reaktionen auf Nokias Rückzug aus Bochum

16.01.2008 | 12:45 Uhr |

Die Reaktion kommt prompt: Gestern ist bekannt geworden, dass Nokia das Werk in Bochum bis Mitte 2008 schließen möchte.

Aus Kostengründen sei die Produktion von Mobiltelefonen in Deutschland nicht mehr machbar, eine Basis für ein flexibles Kapazitätswachstum gäbe es ebenfalls nicht. Die Entscheidung würde 2300 Beschäftigte betreffen, die bisher für den finnischen Mobiltelefon-Hersteller arbeiteten. Der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) verurteilt die Entscheidung und warnt davor, dass der finnische Hersteller in Deutschland ein negatives Image erhalte. Das Unternehmen könne den Eindruck erwecken, eine Subventions-Heuschrecke zu sein. 60 Millionen Euro habe Nokia vom Land als Subvention erhalten, der Bund habe bis zu 28 Millionen drauf gelegt. Die Bindungsfrist lief im September 2006 aus, nun prüfe man die Rückforderung von Fördergeldern, wird die Wirschaftsministerin Christa Thoben zitiert.

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