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Googles Eric Schmidt streitet Manipulation von Suchergebnissen ab

23.09.2011 | 07:11 Uhr |

Auf Initiative des republikanischen Senators aus Utah Mike Lee und einiger Senatskollegen musste sich Googles Aufsichtsratsvorsitzender Eric Schmidt in einer Anhörung des US-Senats wegen des Verdachts auf Manipulationen verantworten

Eric Schmidt
Vergrößern Eric Schmidt
© Google

Lee und die anderen Senatoren verdächtigen Google, seine Suchergebnisse derart zu manipulieren, dass seine eigenen Shopping- und andere Services besser gefunden werden als die der Konkurrenz. Als Beweis führten die Ankläger an, dass Googles Shopping-Ergebnisse stets in den ersten drei Suchergebnissen zu finden waren, während die Sites der Konkurrenz mal schwächer und mal stärker da standen.

Schmidt wies die Vorwürfe des Senatsausschusses vehement zurück: "Ich kann Ihnen versichern, wir haben nichts frisiert." Googles Ziel sei es, die besten Suchresultate zu liefern und nicht, Suchende auf die eigenen Seiten zu lenken. Google würde 500 mal im Jahr seinen Suchalgorithmus modifizieren, was die Schwankung der Ergebnisse kleinerer Shopping-Anbieter erkläre.

Nicht wirklich zufrieden mit Schmidts Einlassungen zeigt sich laut IDG News Service der demokratische Senator aus Connecticut Richard Blumenthal, der Googles Geschäftsmodell mit dem Betreiben einer Rennstrecke verglich, auf der man selbst an den Rennen teilnehmen: "Und Ihre Pferde scheinen zu gewinnen!"

Die Untersuchung des Senats hatten unter anderem die Betreiber des Verbrauchertestportals Yelp und die Preisvergleichssite Netag angeregt, die beide durch Googles Praktiken ihre Geschäfte behindert und Innovation unterbunden sehen.

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