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Google-Chef: Bessere Suche durch mehr Informationen

08.09.2010 | 11:37 Uhr |

Google-Chef Eric Schmidt hat die Internet-Nutzer aufgerufen, mehr Informationen zur Verfeinerung der Suchergebnisse freizugeben - während in Deutschland weiter heftig über den Schutz der Privatsphäre beim Online-Kartendienst Street View debattiert wird.

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In einem Vortrag auf der Funkausstellung IFA sagte Schmidt am Dienstag in Berlin: "Letztlich geht es buchstäblich um alle Ihre Informationen - E-Mail, Sachen, die Ihnen am Herzen liegen - mit Ihrer Erlaubnis natürlich."

Der Vorstandschef entwarf ein Szenario der Internet-Suche, bei dem das System von selbst Inhalte vorschlage, "von denen ich nichts weiß, aber die mich interessieren". Schmidt fügte hinzu: "Das ist aus meiner Sicht der nächste große Schritt bei der Suche." Dafür bräuchten die Computer allerdings möglichst viel Wissen über einen Nutzer.

Der Google-Chef nutzte den Auftritt in Berlin , um für Produkte und Visionen des Konzerns zu werben. Er ging nicht direkt auf die heftigen Diskussionen um Google-Produkte ein. Schon zuvor wurde mitgeteilt, dass bei dem Berlin-Besuch Schmidts keine Treffen mit den zuständigen Ministern geplant seien.

Der Konzern wird in Deutschland seit Monaten vor allem wegen des Dienstes Street View kritisiert . Das Vorhaben des Internet-Konzerns, die detaillierten Aufnahmen von Straßenzügen deutscher Städte in einem Online-Fotoatlas zu veröffentlichen, stößt bei Verbraucherschützern und Politikern auf Gegenwind, weil sie die Privatsphäre bedroht sehen. Street View kam am Dienstag nur am Rande vor: Ein Google-Mitarbeiter demonstrierte kurz die Vorzüge des Dienstes auf dem Handy am Beispiel von Florenz.

Es sei verständlich und gesund, dass es Debatten zum Beispiel um die Privatsphäre gebe, sagte Schmidt. "Das Internet verändert alles, es ist eine neue Situation." Es geht um Informationen, die den Menschen wichtig seien. Die Veränderungen des Lebens durch Internet-Technologien würden aber auf jeden Fall weitergehen, betonte er.

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