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Summertime: Zeit für ein Update

16.02.2007 | 12:09 Uhr |

"Was macht eigentlich dieses Update von heute Nacht genau", frage ich beim Betreten des Büros in die Runde. "Ich blick's auch nicht", antwortet ein Kollege, "irgendetwas mit Zeitzonen.

Aber dazugekommen kann ja eigentlich keine sein." Apple hat über Nacht eine ganze Reihe von Aktualisierungen veröffentlicht, die meisten - ob WebObjects Developer , J2SE 5.0 oder das Daylight Saving Update - bessern an derselben Stelle nach: Ab März verändert sich in den USA und in Kanada die Umstellung auf Sommerzeit, außerdem soll es neue Informationen zu weiteren Zeitzonen geben. Zeit, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Licht ins Dunkel bringen wollte William Willet, der 1907 zum ersten Mal für die Einführung der Sommerzeit kämpfte. Der englische Begriff "Daylight Saving Time" (Tageslicht erhaltende Zeit) beschreibt am besten, um was es dabei geht: Willets Wille war es, Energie zu sparen - er wollte die normale Arbeitszeit mit mehr nutzbarem Tageslicht füllen. Während er die britische Regierung aber nicht von seinem Plan überzeugen konnte, war es knapp zehn Jahre später in Deutschland zum ersten Mal so weit: Am 30. April 1916 wurden hier zum ersten Mal die Uhren um eine Stunde vorgedreht. Der Kongress der USA hat im letzten Jahr beschlossen, den Sommer länger zu machen. Mit der Klimaerwärmung hat das allerdings nur bedingt zu tun, Nordamerika muss Strom sparen und der "Energy Policy Act" soll dafür sorgen. Statt am 1. April beginnt die DST (Sommerzeit) in Nordamerika 2007 am 11. März (dem zweiten Sonntag im März), sie endet statt am 28. Oktober erst am 4. November (dem ersten Sonntag im November). "Meine Zeitzonen sind jetzt viel besser", macht sich ein VersionTracker-Leser über das Apple-Update lustig. Doch was steckt wirklich hinter der Aktualisierung? An den Zeitzonen hat sich in der Tat nicht wirklich etwas geändert, auch wenn Apple etwas missverständlich formuliert. Neben Nordamerika stellen eben auch andere Länder und Kontinente die Daten für die Sommerzeit nach: Brasilien und Australien beispielsweise. Auch darum kümmert sich das Daylight Saving Update. Im Übrigen hatte Apple bereits mit Mac OS X 10.4.5 die meisten Änderungen für Nordamerika integriert, lediglich bei einzelnen kanadischen Provinzen muss der Mac-Hersteller jetzt nachbessern. Ob man in Kanada wohnt, in Australien oder in Deutschland - Apple empfiehlt allen Anwendern, die Aktualisierungen zu installieren.

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