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Wie die Sonne das Handy auf Touren bringt

07.05.2010 | 08:58 Uhr |

Fernab der Zivilisation ein Zelt aufzuschlagen und die Natur zu genießen, ist für viele Luxus pur. Doch selbst der größte Outdoor-Freak hat in der Tundra oder im Himalaya Elektronik im Gepäck. Batterien sind aber selbst bei sparsamstem Gebrauch irgendwann leer. Fehlt dann eine Steckdose, stellt sich die Frage nach der Energiegewinnung.

Eine Möglichkeit, leere Akkus unterwegs unabhängig vom Stromnetz aufzuladen, sind Solar-Ladegeräte. Die gibt es von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Ausführungen. Von Varta zum Beispiel stammt der Solar Charger. Das Gerät ist ein bisschen größer als eine Zigarettenschachtel und bietet Platz für zwei AA-Akkus. Sie lassen sich aufladen, indem der Charger via USB-Kabel zum Beispiel an einen PC angeschlossen wird - oder indem das Solarpanel ausgeklappt und zur Sonne hin ausgerichtet wird.

Der Solar Charger kann neben den eingelegten AA-Akkus auch diverse Handymodelle und ihre eingebauten Akkus mit Strom versorgen. Zu den kompatiblen Handys gehören - abhängig vom mitgelieferten Adapter - Modelle von Sony Ericsson, LG, Samsung, Motorola, Blackberry und Nokia, erläutert Martin Schräer von Varta. Außerdem zum Lieferumfang gehört ein Mini-USB-Adapter, mit dem sich weitere Mobiltelefone anschließen lassen.

Vom Hersteller Bresser gibt es gar einen Rucksack mit eingebautem Solarpanel und einer Leistungsaufnahme von 1,5 Watt - der Preis: rund 100 Euro. Wer unterwegs nicht auf sein iPhone verzichten will, dem bietet der gleiche Hersteller ein dafür konzipiertes Solar-Ladegerät an, das direkt an das Apple-Handy gestöpselt wird. Allerdings lässt sich das iPhone auch mit jedem anderen Ladegerät versorgen, das einen USB-Anschluss hat.

Sieben bis acht Stunden dauere es, bis das Solar-Ladegerät fürs iPhone aufgeladen ist, sagt Dietmar Kock vom Hersteller Bresser. Und dazu kommen noch mal rund zwei Stunden, bis das iPhone selbst geladen
ist. Und um mit Vartas Solar Charger Akkus für eine Kompaktkamera zu speisen, braucht es nach Angaben des Herstellers rund 18 Stunden. Die Dauer hängt dabei auch von der Intensität der Sonneneinstrahlung ab.

Letztlich müssen Käufer abwägen, in welchem Umfang sie eine Stromreserve benötigen. Geht es nur darum, ein paar zusätzliche Fotos während der Trekkingtour schießen zu können, tun es wahrscheinlich
auch Ersatzakkus. Wer länger in der Wildnis unterwegs ist, greift zur Solar-Lösung. (dpa)

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