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Sun setzt sich durch

27.01.2000 | 00:00 Uhr |

Im Java-Rechtsstreit zwischen Microsoft und Sun musste die Gates-Company am Montag eine weitere Niederlage verbuchen. In einer Gerichtsentscheidung wurde Microsoft untersagt, die Java-Technologie von Sun zu modifizieren und veränderte Java-Versionen zu verkaufen.

Grundlage des Urteils bildet ein Lizenzvertrag von Sun, der vorsieht, dass alle Java-Versionen einen Kompatiblitätstest bestehen müssen. Bei Microsofts Java-Implementation gab es jedoch laut Sun Schwierigkeiten und Inkompatibilitäten, da Microsofts Java nur auf der Windows-Plattform fehlerfrei funktioniert. "Microsofts unauthorisierte Distribution einer inkompatiblen Implementation von Suns Java Technologie droht Suns Ziel einer Cross-Platform und einer Cross-Implementation zu verhindern", begründete US-Bezirksrichter Ronald Whyte sein Urteil.

Im Urteil verlangt Whyte, dass Mircosofts sämtliche Produkte, die auf der Java-Technologie basieren, den Kompatiblitätstest von Sun bestehen müssen. Microsoft muss außerdem Entwickler auf Inkompatibilitäten hinweisen. Bereits vor einiger Zeit hat Microsoft auf Grund des Rechtsstreits mit Sun seine Java-Technologie aus seinen Macintosh-Produkten entfernt. Der Internet Explorer für Macintosh verwendet nun Apples Java-Implementation, die kompatibel zu Suns Technologie ist.

Martin Stein

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