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Sun will Produkthersteller bleiben

07.11.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Helmut Wilke, Geschäftsführer der deutschen Sun-Niederlassung in Kirchheim-Heimstetten, hat sich gegen eine "Flucht" seines Unternehmens "in die Lösungsgesellschaft" ausgesprochen. Sun sei und bleibe primär ein Hersteller von Produkten für die IT-Infrastruktur. Man werde sich im Gegensatz zu den Wettbewerbern wie IBM, HP und Compaq nicht als Dienstleistungs- und Lösungsanbieter aufstellen, der Produkte für austauschbar halte. Stattdessen setzt Wilke auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit Systemintegratoren und Softwarehäusern, die ihrerseits auf Komplettlösungen spezialisiert seien. Sun werde sich dabei auf seine Rolle als Lieferant von Hardware und Basissoftware konzentrieren und sich für die Lösungsanbieter nicht zum "trojanischen Pferd" beim Kunden entwickeln.

Die Konkurrenz bekam noch weiteres Fett weg: IBM, HP und Compaq würden zusehends zu "Vasallen von Intel und Microsoft", so Wilke weiter. Statt über ihre eigenen Produktentwicklungen selbst zu bestimmen, hingen sie immer stärker von ihren Schlüssellieferanten ab. Wie fatal dies sei, machten unter anderem die immer neuen Sicherheitslücken von Windows deutlich.

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