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Supercomputer: NEC will die Krone zurück

22.06.2005 | 13:40 Uhr |

NEC will die Supercomputer-Herrschaft zurück. Mit optischen Speicherbussen will der Technikriese Amerika den Titel "schnellster Rechner der Welt" wieder abnehmen.

Wie der Technikkonzern NEC auf der gerade stattfindenden Supercomputer-Konferenz in Heidelberg bekanntgab, soll man im Auftrag der japanischen Regierung die Supercomputer-Krone wieder nach Japan zurückholen. Der von NEC gebaute Earth Simulator dominierte zweieinhalb Jahre lang die Top 500 der Supercomputer und war ein unerwarteter Schock für die traditionell dominierenden USA. Die Leistung des NEC-Rechners übertraf den bis dato führenden ASCI White-Cluster von IBM um das fünffache. Die US-Regierung förderte daraufhin massiv Entwicklungen wie IBMs aktuell dominierenden Blue Gene-Supercluster um die Krone wieder zurückzuerobern, was letzten November gelang. In der heute veröffentlichten Top500-Liste ist der größte Blue Gene-Cluster des Lawrence Livermore National Laboratory nun in seiner vorletzten Ausbaustufe zu bewundern. Mit 65536 700-MHz-Power440-CPUs erreicht der Cluster 136,8 Billionen Fließkomma-Rechnungen in der Sekunde (Teraflops) reale Leistung im Linpack-Supercomputerbenchmark, vier mal soviel wie der Earth Simulator. In seiner letzten Ausbaustufe sind beim in Relation zu anderen Supercomputern sehr platz- und stromsparenden Blue Gene eine Verdoppelung auf 131.072 CPUs geplant.

NECs Earth Simulator
Vergrößern NECs Earth Simulator

NEC hat nach eigener Aussage nun einen Forschungsauftrag vom japanischen Ministerium für Bildung, Kultur, Sport und Wissenschaft (MEXT) zur Entwicklung der "IT-Infrastruktur der Zukunft" erhalten. Im Rahmen des Projekts zu entwickelnde Techniken wie etwa optische Speicherbusse sollen letztendlich im Jahre 2010 in einem "Petaflops-Supercomputer", also einem Superrechner mit über 1000 Teraflops, resultieren.

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