Von Benjamin Schischka - 08.08.2012, 10:11

Surface

Acer greift Microsoft an

©Microsoft

Dass Microsoft ein Tablet baut, passt Acer-Chef J. T. Wang gar nicht. Und so findet er sehr direkte Worte, während sein Manager über eine Alternative zu Windows nachdenkt.
Acer-Chef J. T. Wang hält nicht viel von Microsofts Tablet Surface: „Es ist nichts, in dem ihr gut seid, also denkt bitte zweimal darüber nach“, soll er zu Microsoft gesagt haben. Das Microsoft-Tablet halte er „negativ für das weltweite Ökosystem“, zitiert ihn die absatzsorgen-der-pc-hersteller-surface-entzweit-acer-und-microsoft/70073407.html:Financial Times. Die harsche Kritik kommt nicht von ungefähr – denn mit Surface tritt Microsoft als Konkurrent zu seinen langjährigen Partnern auf. Dessen sind sich die Redmonder auch bewusst und teilten darum zum letzten Jahresbericht mit: „Unsere Surface-Geräte werden mit Produkten konkurrieren, die unsere OEM-Partner herstellen, was ihr Bekenntnis zu unserer Plattform beeinträchtigen könnte“. Doch für Microsoft wird es auf dem Tablet-Markt eng. Dem iPad muss unbedingt seine Marktdominanz – wenigstens ein bisschen – genommen werden. Dafür scheint der Software-Riese auch Streit mit alten Partnern zu riskieren.

Andere Acer-Manager wie Campbell Kan formulieren ihre Kritik in einer Frage-Form: „Wenn Microsoft ins Hardware-Geschäft einsteigt, was sollen wir machen? Sollen wir uns weiter auf Microsoft verlassen oder sollten wir andere Alternativen finden?“. Eine Alternative kann Linux lauten. Ob die Verbraucher beim vorinstallierten Linux mitziehen, ist aber fraglich. Schon bei den Netbooks konnte sich Linux nur in der Anfangsphase wegen eines fehlenden Windows-OS etablieren. Als Microsoft mit Windows Starter auch den Netbook-Markt entdeckte, war es schnell vorbei mit der Linux-Dominanz. Vor allem Gamer können sich nicht mit Linux anfreunden, weil darauf viele Spiele nicht laufen. Spieleentwickler wie Valve, die derzeit an einer Steam-Umsetzung für Ubuntu arbeiten, sind die Ausnahme
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