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Swift - Eine neue Sprache von Apple

02.06.2014 | 21:19 Uhr |

Diesmal war die WWDC-Keynote wirklich anders. Keine neue Hardware, aber erstmals stand ein Entwickler auf der Bühne und tippte Programmcode in einen Mac ein und 5000 Entwickler schauten andächtig zu. Doch die Premiere von "Swift" ist es wert.

"Objective-C" ohne das "C" soll Swift sein. Programmierer wissen gleich, was das heißt: C erzeugt zwar schnellen Code und ist unglaublich mächtig in den Möglichkeiten, aber auch kryptisch. Der Code ist schwer zu warten und Debugging kann richtig schmerzhaft sein. Genau hier soll Swift ansetzen. Einfacher zu lesen und leichter zu warten und zu debuggen – so wie Apple Swift beschreibt, könnte die Sprache eine Art Javascript sein, aber ohne die Nachteile, die eine Interpretersprache so mit sich bringt, denn man braucht keinen JIT (Just in Time Compiler), stattdessen laufen Swift-Programme nativ auf dem jeweiligen Gerät und können zudem noch mit herkömmlichen Objective-C- und C-Code gemischt werden. Das klingt, als wäre die Sprache exakt auf mobile Geräte wie iPhone und iPad zugeschnitten.

Die Sprache basiert natürlich weiterhin auf Objective-C, die Syntax ist ähnlich und man muss nun nicht neu lernen, wie man Schleifen programmiert oder Objekte erzeugt, aber Swift wirft alten Ballast über Bord, führt moderne Möglichkeiten ein und soll den Entwickler besonders beim Debuggen enorm helfen. Dazu stellt Apple so genannte "Playgrounds", also Spielplätze zur Verfügung. Hier lässt sich der Swift-Code in Echtzeit nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts durchspielen, gerade so, als würde man den Playhead eines Videos vor und zurück ziehen. Damit kann man bestimmte Zustände des Programms ganz leicht provozieren und Fehlern im Handumdrehen auf die Schliche kommen.

Swift bringt neue und moderne Ansätze in die Programmierung und das Debugging von Apps.
Vergrößern Swift bringt neue und moderne Ansätze in die Programmierung und das Debugging von Apps.

In der Keynote zeigte Apple Swift anhand eines einfachen 2D-Spiels und das kommt nicht von ungefähr, denn genau bei Spielen, insbesondere bei der Entwicklung von so genannten "Engines" dürfte die Sprache die meisten Vorteile bieten. Engines stellen die Grundfunktionen einen 2D- oder 3D-Spiels bereit, die Details werden dann lediglich durch die Spiele-Logik und vor allem durch die Grafik bestimmt. Hier dürfte Swift die Entwicklungszeit von Spielen, die auf Engines beruhen drastisch reduzieren.

Was sonst noch so in Swift steckt, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Spannend ist die neue Sprache aber allemal.

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