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Swift Playgrounds wird barrierefrei

11.07.2016 | 12:43 Uhr |

Die kommende App, die Nachwuchsprogrammierer auf dem iPad schulen will, lässt sich auch mit VoiceOver nutzen. Dahinter steckt eine junge Apple-Ingenieurin, die von Geburt an blind ist.

"Blindheit definiert dich nicht. Es ist ein Teil deiner Persönlichkeit, deiner Charakteristik – aber sie definiert nicht, wer du bist und was du im Leben erreichen kannst:" So schließt das Portrait der blinden Apple-Ingenieurin Jordyn Castor, das Mashable angefertigt hat , mit den Worten der 22-Jährigen. Castor, 15 Wochen zu früh zur Welt gekommen und von Geburt an blind, ist seit letztem Jahr bei Apple in dem Team beschäftigt, das sich um Voice Over kümmert. In dieser Funktion war sie maßgeblich daran beteiligt, dass die neue iPad-App Swift Playgrounds für Blinde und Sehbehinderte zugängig wird. Castor habe viele Mails von Eltern blinder Kinder erhalten, die unbedingt das Programmieren lernen möchten und dafür bisher kaum Hilfen hatten.

Castor hatte selbst gute Erfahrungen mit Apple und seinen Geräten gemacht: Als sie vor sieben Jahren ein iPad geschenkt bekommen hat, habe sie mit VoiceOver Hilfen bekommen, wie sie es bei technischen Geräten zuvor noch nie in der Art erlebt hatte. Apple setzt generell einen starken Fokus auf Barrierefreiheit seiner Produkte, die dafür in die Betriebssysteme integrierten Funktionen sind von Anfang an vorhanden.

US-Blindenverband zeichnet Voice Over aus.

Das beschränkt sich aber nicht auf Voice Over, das iPhone kann zum Beispiel mit Vibrationsmustern die Uhrzeit ausgeben, mit watchOS 3 wird das auch die Apple Watch beherrschen. Für sein Eintreten für Barrierefreiheit hat Apple letzte Woche den vom US-Blindenverband American Council of the Blind ausgegebenen Robert S. Bray Award erhalten.

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