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Swiftkey: Microsoft kauft eine Tastatur und noch etwas mehr...

04.02.2016 | 09:21 Uhr |

Microsoft übernimmt Swiftkey, den Hersteller einer virtuellen Smartphone-Tastatur. Vermutlich geht es Microsoft aber um das Know-How und die Mitarbeiter.

Microsoft kauft das in London ansässige Unternehmen Swiftkey für 250 Millionen US-Dollar (rund 228,75 Millionen Euro). Swiftkey hat eine virtuelle Tastatur für iOS und Android entwickelt, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist und die nächsten Eingaben des Benutzers mehr oder weniger vorausahnen kann. Dadurch kann man mit Swiftkey sehr schnell tippen. Swiftkey dürfte auf einigen Hundert Millionen Smartphones installiert sein.

Swiftkey besitzt also nicht nur viel Know-how in Sachen Tastatur, sondern auch auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz - die sich Microsoft nun geschnappt hat.

Die Financial Times vermutet nämlich, dass es Microsoft nicht so sehr um die virtuelle Tastatur geht, sondern um deren Entwickler. Die Übernahme von Swiftkey erfolge also im Kampf um die besten Talente. Auch Google, Apple und andere IT-Giganten suchen ständig die besten IT-Experten, ganz besonders auch auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI).

Sowohl Microsoft als auch Swiftkey haben die Übernahme noch nicht offiziell bestätigt. Die Swiftkey-Tastatur gibt es übrigens nicht für Windows-Smartphones. Ein funktionierendes Geschäftsmodell hat Swiftkey bis heute nicht gefunden.

Microsoft befindet sich seit einiger Zeit auf Einkaufstour. Die Redmonder haben bereits Acompli (Mail-App), Wunderlist (To-do-Listen-Software) und Sunrise (Kalender-App) übernommen. Das Sunrise-Team gehört mittlerweile zur Outlook-Mannschaft. Die Sunrise-Kalender-App für iOS und Android soll in Outlook einfließen, bis schließlich Outlook Sunrise vermutlich ganz ersetzen wird.

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