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Symantec-Klage: "keine Vista-Auswirkung" sagt Bill Gates

23.05.2006 | 09:58 Uhr |

Nachdem der Antiviren-Spezialist Symantec vergangenen Donnerstag Microsoft wegen der angeblichen Verwendung von Veritas-Speichertechniken im kommenden Betriebssystem Vista verklagt hat, erklärte Bill Gates

Nachdem der Antiviren-Spezialist Symantec vergangenen Donnerstag Microsoft wegen der angeblichen Verwendung von Veritas -Speichertechniken im kommenden Betriebssystem Vista verklagt hat, erklärte Bill Gates der Nachrichtenagentur Reuters, die Auslieferung von Vista werde sich durch die Klage nicht verzögern. Allerdings sagte er auch: "Der Fall geht jetzt aber vor Gericht."

Symantec wirft Microsoft Vertragsbruch und der Veruntreuung geistigen Eigentums vor. Der Softwareriese werde widerrechtlich Techniken im künftigen Windows-Betriebssystem verwenden, die Eigentum von Symantec beziehungsweise des im vergangenen Jahr gekauften Speicherspezialisten Veritas seien. Speziell geht es für den Volume Manager, mit dem Festplattenspeicher bei Windows-Servern konfiguriert und adminstriert werden. Symantec möchte mit der Klage die Entwicklung und den Verkauf von Vista verhindern.

Microsoft erklärte dazu, die Vorwürfe des Sicherheits-Anbieters seien unbegründet. Der Gates-Konzern habe die Rechte am zugehörigen geistigen Eigentum von Veritas im Jahr 2004 gekauft. Ein Vertrag mit dem Speicherspezialisten aus dem Jahr 1996 habe diese Option enthalten.

Beobachter spekulieren, dass Symantecs Klage einen anderen Grund haben könnte: Die Angst vor einem mächtigen Wettbewerber im Bereich Sicherheit. Bislang ist dieser Markt eine Domäne von Spezialisten wie Symantec, McAfee, F-Secure und anderen.

Doch nachdem Microsoft im Februar 2005 den Antiviren-Anbieter Sybari gekauft hat, befürchten die Spezialisten, Microsoft könnte durch entsprechende Funktionalität im womöglich wie die Windows-Vorgänger marktbeherrschenden Vista den Markt ruinieren. (wl)

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