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Symantec findet ersten 64-Bit-Virus

28.05.2004 | 11:50 Uhr |

Symantec hat mit W64.Rugrat 344 den nach eigenen Angaben ersten Virus für 64-Bit-Windows auf Intel-Systemen (IA64) entdeckt.

Rugrat befällt 64-Bit Windows Portable Executables (PE) und verbreitet sich im jeweiligen Verzeichnis und darunterliegenden Ordnern. Eine Verbreitungsfunktion hat Rugrat laut Symantec nicht, nach dem Start und dem Befall der PE-Dateien stellt er sein Werk ein. 32-Bit-Systeme, Linux und Mac OS sind nicht gefährdet, allerdings ist eine Infektion möglich, wenn eine 64-Bit-Simulation auf dem Rechner läuft. Rugrat ist in IA64-Assembler-Code geschrieben. Die AMD64-Architektur unter Windows 64-Bit ist damit laut Symantec ebenfalls außen vor.

Für Symantec ist Rugrat ein Schädling aus der "Proof-of-Concept-Ecke", der sich nicht im Web verbreitet. Der Antivirenspezilaist vermutet einen Autoren hinter dem Virus, der sich bereits mehrfach mit Schädlingen - W32 Chiton.gen-Familie - hervorgetan hat, die jeweils die Ersten waren, die bestimmte Technologien oder Angriffswege nutzten. Ein Vertreter, W32.Shrug, war laut Symantec der Erste, der Windows NT/2000/XP über die Local-Storage-Strukturen angegriffen hat. Rugrat geht den gleichen unüblichen Weg. Ein weiterer Vertreter aus dieser Ecke - W32Chthon - versuchte als erste native Anwendung in NT/2000/XP aufzutreten.

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